Forschungsarbeit: Leseförderung in der Sekundarstufe I

Leseförderung in der Sekundarstufe I

Über den Wissenserwerb beim Lesen

Studienreihe psychologische Forschungsergebnisse, Band 140

Hamburg 2009, 162 Seiten
ISBN 978-3-8300-4069-9 (Print & eBook)

Boschstiftung, Lernstrategien, Leseförderprogramm, Leseförderung, Lesekompetenz, Metakognition, Pädagogische Psychologie, Psychologie, Schule, Wissenserwerb, Wissensgesellschaft, „Wir reden mit – Für ein besseres Zusammenleben an der Hauptschule“

Zum Inhalt

Nicht erst seit PISA stehen Lesen und die damit verbundenen Schwierigkeiten im Zentrum der öffentlichen und wissenschaftliche Diskussion. Lesen gilt allgemein als zentrale Voraussetzung für lebenslanges Lernen im kognitiven und affektiven Bereich. Wer liest, kann mitreden und im demokratisch-politischen Diskurs aktiv teilnehmen. Wer liest, hat außerdem gute Chancen, erfolgreich eine Schul- und Berufsausbildung zu absolvieren und im Berufsleben bestehen zu können.

Was können wir tun, um Schülerinnen und Schülern darin beizustehen, genau, schnell und sinnverstehend lesen zu können? Wie können wir Jugendlichen – vor allem aus bildungsfernen Familien – helfen, vorhandene Verstehensschwierigkeiten zu überwinden? Diese Fragen und ihre wissenschaftliche Analyse stehen im Mittelpunkt der Abhandlung. Die Forscher wollen

  • über Theorien und Konzepte informieren, auf die Lehrerinnen und Lehrer, aber auch Aus- und Weiterbildner bei ihren Bemühungen zur Leseförderung zurückgreifen können.
  • diagnostische Instrumente entwickeln und präsentieren, die für den Umgang mit Leseschwierigkeiten von entscheidender Bedeutung sind.
  • Prinzipien und empirische Befunde eines Lesetrainings präsentieren. Im Kern zielen die Fördermaßnahmen darauf ab, das Nachdenken, Laute Denken und Sprechen über das eigene Lernen anzuregen.
  • alle interessierten Leserinnen und Leser dazu ermuntern, mit den Schlüsselideen, Methoden und Beispielen dieses Buches zu experimentieren, sie zu erproben, zu überdenken und wenn nötig anzupassen.

Das präsentierte innovative Leseförderprogramm basiert auf anerkannten pädagogisch-psychologischen Entwicklungen. Zur Anwendung kommen insbesondere zwei strategische Schwerpunkte: Zum einen Elemente der Kognitiven Berufslehre (z. B. Modellieren) und zum zweiten Methoden des Wechselseitigen Lehrens und Lernens (z. B. Partnerpuzzle). Das Lesetraining wurde von der Deutschen Boschstiftung unter dem Titel „Wir reden mit – Für ein besseres Zusammenleben an der Hauptschule“ gefördert.

Zum Autor

PD Dr. phil habil Klaus Konrad (geb. 1958) lehrt und forscht an der PH Weingarten. Schwerpunkte in der Lehre: Soziale Kognition, Lern- und Sozialpsychologie, Unterrichtsentwicklung und Professionalisierung. Aktuelle Forschungsprojekte: (1) Analyse und Förderung innovativer Lernumgebungen, (2) Unterstützung der Lesekompetenz in der Sekundarstufe, (3) Motivation und Leistung.

Link des Autors

PH Weingarten, Fachbereich
Pädagogische Psychologie

    

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