Lebenserinnerung: Jugendland

Jugendland

Lebenserinnerungen, Band 72

Hamburg 2009, 448 Seiten
ISBN 978-3-8300-4024-8 (Print/eBook)

Darmstadt, Ferienfreizeiten, Jugend, Koedukation, Kunstpädagogik, Lebenserinnerungen, Pädagogischer Versuch, Polyästhetische Erziehung, Schloss Heiligenberg, Zwölf- bis Zwanzigjährige

Zum Inhalt

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kehrt Hans Meyers als Pädagoge für Bildende Kunst und Kunstdidaktik in die Lehrerbildung zurück. Für den Verfasser entsteht bald ein nebenberuflicher Kontakt mit am Malen und Zeichnen interessierten Jugendlichen. Aus einer wöchentlich stattfindenden dreistündigen „Malklasse“, die kostenlos besucht werden kann, erwächst allmählich eine alle kreativen Bereiche umfassende Jugendarbeit.

Die produktiven Kräfte und der immer haltbarer werdende Gemeinsinn bewirken schließlich ein gemeinsames Leben über mehrere Jugendgenerationen und Jahrzehnte hinaus. Es entwickeln sich weitere Formen des Erlebens in Freizeiten an der See und im Gebirge und des sozialen Engagements: Bei den Freizeiten beispielsweise werden Kontakte zur Landbevölkerung geknüpft, und einige Male besucht die „Malklasse“ Gefängnisinsassen.

Hans Meyers erinnert sich in Jugendland an den Neubeginn der Jugendarbeit nach dem Nationalsozialismus und berichtet von seinem persönlichen Einsatz, eine Wiederholung der Katastrophe unmöglich zu machen. Sein Engagement basiert auf der Überzeugung, dass im jugendlichen Menschen ein Verlangen besteht, in sich selbst einen Widerstand aufzubauen gegen jede Art von (abermaliger) Bedrohung der Gewissensfreiheit.

Dieser Bericht entstand auf Wunsch ehemaliger „Malklässler“ und „Malklässlerinnen“, mit denen der Verfasser heute noch in Kontakt steht. Die Resonanz bei den Leserinnen und Lesern wird unterschiedlich ausfallen, weckt schon der Titel Jugendland Assoziationen an etwas Verklärendes, ein Idealbild oder eine Utopie. Wenn auch idealistisch, so kann Jugendland für etwas Wünschenswertes stehen: Nach einem Vortrag über Jugendland äußerte sich etwa ein Zuhörer: „Es war, als gehe ein Stern vor mir auf“.



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