Doktorarbeit: Avantgarde und Psychoanalyse in Spanien

Avantgarde und Psychoanalyse in Spanien

José Ortega y Gasset, Salvador Dalí, Rosa Chacel und ihre Rezeption der Theorien Sigmund Freuds

Studien zur Romanistik, Band 14

Hamburg 2008, 244 Seiten
ISBN 978-3-8300-3897-9

20. Jahrhundert, Avantgarde, Geistesgeschichte, Generación del 27, Hispanistik, José Ortega y Gasset, Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft, Psychoanalyse, Psychologie, Residencia de Estudiantes, Revista de Occidente, Rosa Chacel, Salvador Dalí, Sigmund Freud, Surrealisten

Zum Inhalt

Die Verbreitung der Psychoanalyse in Spanien ist ein faszinierendes Kapitel der Geistesgeschichte des 20. Jahrhunderts. Die Diplompsychologin und Hispanistin Hanna Knapp untersucht erstmalig die Parallelen von Psychoanalyse und dem Weltbild der Intellektuellen Spaniens vor dem Spanischen Bürgerkrieg. In dieser Zeit herrschte hier nach dem Verlust der letzten Kolonien ein äußerst günstiges Klima für die Aufnahme neuartiger Theorien aus Europa, musste doch eine neue geistige Orientierung gefunden werden. Aufgrund des Engagements des Philosophen Jos? Ortega y Gasset erfolgte die welterste Übersetzung der Gesammelten Werke Freuds um 1920 ins Spanische. Schnell entwickelte sich ein großes Interesse an der Psychoanalyse, besonders auch unter Künstlern und Schriftstellern der Generacin del 27 im Umkreis des intellektuellen Zentrums Residencia de Estudiantes in Madrid. So begeisterten sich die spanischen Surrealisten, allen voran Salvador Dal?, für die revolutionären Gedanken Freuds. Dank des engen intellektuellen Netzes Spaniens war eine dergestalt neuartige Theorie wie die Psychoanalyse schnell in aller Munde. Entscheidend für das spezielle Interesse von Seiten der Schriftsteller war zudem, dass die Beschreibung des Unbewussten durch Freud ihrer Weltsicht entsprach. Diese Gemeinsamkeiten zeichnet Hanna Knapp insbesondere im Werk der in Deutschland noch wenig bekannten Schriftstellerin Rosa Chacel als erste nach.



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