Dissertation: Immigration, Integration and Return Migration in Germany

Immigration, Integration and Return Migration in Germany

EURO-Wirtschaft – Studien zur ökonomischen Entwicklung Europas, Band 33

Hamburg 2008, 156 Seiten
ISBN 978-3-8300-3866-5 (Print/eBook)

Demografischer Wandel, demographic change, Deutschland, German Socio-Economic Panel (GSOEP), Germany, intergenerationale Mobilität von Bildung, intergenerational mobility in education, Lebenszufriedenheit, location choice, Migration, Regionale Arbeitsmärkte, regional labor markets, return migration, Rückkehrmigration, SOEP, Sozio-ökonomisches Panel, subjective well-being, Volkswirtschaftslehre, Wahl der Zielregion

Zum Inhalt

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Deutschland hat sich trotz hoher Nettozuwanderung lange Zeit nicht als Einwanderungsland betrachtet. Vielmehr wurden die in der Mitte des letzten Jahrhunderts im Ausland angeworbenen Gastarbeiter als temporäre Arbeitskräfte aufgefasst, die nach Beendigung ihrer Beschäftigungsverhältnisse wieder in ihr Heimatland zurückkehren würden. Aufgrund von Familiennachzügen, den Fall des Eisernen Vorhangs sowie der fortschreitenden Globalisierung ist der Anteil von Personen mit Migrationshintergrund in Deutschland kontinuierlich angestiegen und beträgt nunmehr fast 19 Prozent. Infolgedessen finden die Themen Zuwanderung und Integration von Ausländern in den Arbeitsmarkt zunehmend Aufmerksamkeit in der wirtschaftspolitischen Diskussion.

Nach Darstellung stilisierter Fakten zur Entwicklung der Migrationsströme und -bestände in Deutschland werden im Hauptteil der Studie verschiedene Aspekte der Migration mit Daten des Sozio-Ökonomischen Panels (SOEP) untersucht. Dazu zählen die Wahl des Wohnortes neu eingewanderter Migranten, die Lebenszufriedenheit der in Deutschland lebenden Migranten, die intergenerationale Mobilität von Bildung sowie die Rückkehrmigration. Die Ergebnisse der empirischen Untersuchungen sind für die Analyse der fiskalischen Auswirkungen von Immigration und vor dem Hintergrund des demografischen Wandels von Bedeutung. Denn aufgrund des schrumpfenden Arbeitsangebotes in Deutschland zeichnen sich regionale und qualifikationsspezifische Arbeitskräfteknappheiten ab, die durch die Zuwanderung von (hoch) qualifizierten Migranten zumindest abgemildert werden könnten.

Im gegenwärtigen Einwanderungsgesetz gibt es jedoch weder einen klaren Kriterienkatalog, welche Typen von Migranten (z.B. hinsichtlich Bildungsniveau, Alter und Berufserfahrung) nach Deutschland einwandern sollen, noch Angaben darüber, wie viele Ausländer jedes Jahr für den Arbeitsmarkt zugelassen werden. Die Schaffung von transparenten Zuwanderungsregeln, die zudem (hoch-) qualifizierten Immigranten eine langfristige Perspektive in Deutschland bieten, kann mit dazu beitragen, Deutschland als Zuwanderungsland attraktiver zu machen.



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