Forschungsarbeit: Familie und Behinderung

Familie und Behinderung

Studien zur Lebenssituation von Familien mit einem behinderten Kind

2. unveränderte Neuauflage

Heilpädagogik in Forschung und Praxis, Band 2

Hamburg 2012, 328 Seiten
ISBN 978-3-8300-3810-8 (Print/eBook)

Rezension

[...] Die Intention des Verfassers ist es, allen an diesem Thema interessierten Personen, ganz besonders Eltern und Fachleuten, ein erweitertes Hintergrundwissen zu vermitteln, eine Sensibilisierung für die behandelten Themen sowie den ein oder anderen neuen Gedanken mit auf den Weg zu geben. In meinen Augen wird die Intention mit diesem Buch erfolgreich verfolgt und bietet Eltern und Fachleuten eine gute Basis für eine gelungene Kooperation miteinander.

Annika Laumen, in:
Gemeinsam leben, 10/2009, Heft 4

Bedürfnisorientierung, Bedürfnisse, Behinderte Kinder, Behinderung, Besondere Kinder, Eltern, Empowerment, Familie, Familien, Familienforschung, Heilpädagogik, Kinder, Kindliche Behinderung, Kompetenzperspektive, Mütter, Pädagogik, Ressourcen, Ressourcenorientierung, Sonderpädagogik, Väter

Zum Inhalt

Im Vordergrund dieses Buches steht die Betrachtung der Lebenssituation von Familien, die mit einem Kind mit einer Behinderung zusammenleben. Aus unterschiedlichen Perspektiven sowie mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten widmen sich die drei Teile des Buches aktuellen Forschungsfragen, denen anhand der Auswertung empirischer Studien nachgegangen wird. Den zentralen Hintergrund dieser Studien bildet die langjährige wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Fragen rund um das familiäre Leben mit einem behinderten Kind sowie den Themenkomplex der Kooperation von Eltern behinderter Kinder und Fachleuten an der Forschungsstelle „Familie und kindliche Behinderung“ (www.forschungsstelle-familie.de).

Im ersten Teil des Buches erfolgt eine ausführliche Betrachtung der „Ressourcen und Bedürfnisse im familiären Leben mit einem behinderten Kind“. Nach einer Darstellung des aktuellen Fachdiskurses folgt die Auswertung einer umfangreichen Fragebogenuntersuchung, an der sich mehr als 200 Eltern von Kindern mit einer Behinderung beteiligten. Durch die Partizipation der Eltern ließen sich viele offene Fragen unter Einbeziehung der Innenperspektive betroffener Personen bearbeiten, so dass ein bedeutsamer Praxisbezug in die wissenschaftliche Diskussion integriert werden konnte.

Der zweite Teil dieses Buches widmet sich der besonderen Situation der Väter behinderter Kinder und beinhaltet sowohl eine Auseinandersetzung mit dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand hinsichtlich dieser Themenstellung als auch eine explizite Auswertung der im ersten Teil des Buches dargestellten Fragebogenuntersuchung bezüglich möglicher „Belastungen und Ressourcen“ im Leben von Vätern mit einem behinderten Kind.

Im dritten Teil des Buches wird die Bedeutung des „Empowerment von Familien mit behinderten Kindern im Internet“ theoriegeleitet sowie empirisch betrachtet. Auf Basis der Sichtung, Analyse und strukturierten Zusammenführung von Online-Angeboten von Eltern behinderter, chronisch erkrankter oder mit anderen spezifischen Besonderheiten lebender Kinder erfolgt die Darstellung der Konzipierung eines neuen Internetangebotes für Eltern, Fachleute und andere interessierte Personen. Das in diesem Bericht vorgestellte Informationsportal www.elterninformieren.de bildet eine Plattform zur Information über das Leben mit einem behinderten Kind aus der Elternperspektive sowie zur Vernetzung von Eltern und Familien in ihrer besonderen Lebenssituation.

Eine zentrale Intention dieses Buches lässt sich mit dem Wunsch formulieren, allen an der Kooperation von Eltern und Fachleuten gegenwärtig und zukünftig beteiligten Personen (Eltern Fachleuten, Studierenden etc.) ein erweitertes Hintergrundwissen, eine Sensibilisierung für die dargestellten Themenstellungen sowie den ein oder anderen neuen, anregenden Gedanken durch die Lektüre des Buches mit auf den Weg zu geben.

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