Doktorarbeit: Schadensersatz bei Vertragsverletzungen

Schadensersatz bei Vertragsverletzungen

Eine rechtsvergleichende Betrachtung des deutschen Rechts und der Rechtsordnung der Nachfolgestaaten Ex-Jugoslawiens

Studien zum Zivilrecht, Band 50

Hamburg 2008, 268 Seiten
ISBN 978-3-8300-3699-9

Ex-Jugoslawien, LANDO-Prinzipien, Leistungsstörungsrecht, Nichterfüllung, Rechtsbehelf, Rechtsvergleichung, Rechtswissenschaft, Schadensersatz, Schlechterfüllung, UNIDROIT-Prinzipien, Vertragsverletzung, Verzug, Zivilrecht

Zum Inhalt

Am 1. Januar 2002 ist die neue Fassung des Bürgerlichen Gesetzbuches in Kraft getreten. Die Reform des allgemeinen Schuldrechts ist dabei von besonderer Bedeutung. Die umfangreichsten und wichtigsten Änderungen der Schuldrechtsmodernisierung beziehen sich vor allem auf die Neuregelung des Leistungsstörungsrechts. Die konzeptuelle Änderung liegt im Ausgangspunkt für die Prüfung von Schadensersatzansprüchen. Im Vordergrund steht nicht mehr die Art der Pflichtverletzung, vielmehr sind die spezifischen Voraussetzungen des Schadensersatzes nunmehr allein nach der Art des geltend gemachten Schadens zu bestimmen. Diese schadensphänomenologische Abgrenzung trägt vor allem dem Gebot einer einheitlichen und möglichst einfachen Rechtsanwendung Rechnung.

Wie diese Situationen, d.h. Vertragsverletzungen, nach deutschem Recht geregelt sind, ist der Kern des ersten Teils. Dieser Darstellung und Bearbeitung des neuen deutschen Leistungsstörungsrechts folgt ein Rechtsvergleich der Rechtsordnung und Rechtstheorie von Vertragsverletzungen in den ehemaligen Republiken Ex-Jugoslawiens. Damit soll die ganze Problematik von Schadensersatz bei Vertragsverletzungen auch aus dieser rechtsvergleichenden Perspektive eine kritische Distanz gewinnen.

Zum Schluss werden die konzeptuell wichtigsten Unterschiede der beiden dargestellten Rechtsordnungen ausgesondert und entlang der diskutierten Sachfragen Vorteile und Schwächen der beiden schadensrechtlichen Systeme auch unter dem Aspekt der Grundregeln des Europäischen Vertragsrechts (LANDO-Prinzipien) und der Grundregeln der internationalen Handelsverträge (UNIDROIT-Prinzipien) gegenübergestellt. Die Studie stellt i.d.S. auch einen kleinen Beitrag zum Prozess der Entstehung der zukünftigen europäischen Zivilrechtskodifikation dar.



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