Dissertation: Die Verwendung genetischer Daten in privaten Versicherungsverträgen in Italien und Deutschland

Die Verwendung genetischer Daten in privaten Versicherungsverträgen in Italien und Deutschland

Eine rechtsvergleichende Untersuchung unter Berücksichtigung der internationalen Vorgaben

Medizinrecht in Forschung und Praxis, Band 13

Hamburg 2008, 266 Seiten
ISBN 978-3-8300-3648-7

Biomedizinkonvention, genetic exceptionalism, Geninformationelle Selbstbestimmung, Gesundheitssystem, Gesundheitswissenschaft, Krankenversicherung, Lebensversicherung, Medizin, Medizinrecht, Prädiktive Gendiagnostik, Rechtswissenschaft, Risikoprüfung

Zum Inhalt

Genetische Tests, mit denen Krankheitsanlagen aufgedeckt werden können, sind seit langem Gegenstand rechtlicher Diskussion. Besonders umstritten ist dabei die Frage, ob private Versicherungsunternehmen berechtigt sein sollen, Informationen zu den genetischen Anlagen ihrer Versicherungsinteressen zu erfragen.

Im Rahmen eines Rechtsvergleichs zwischen Italien und Deutschland untersucht die Autorin die einschlägigen internationalen und nationalen Vorgaben und den Stand der jeweiligen rechtswissenschaftlichen Diskussion zu dieser Fragestellung. Die Komplexität des Themas und die gegenläufigen Interessen verbieten dabei vorschnelle Festlegungen. Dem Interesse der Versicherungsinteressenten vor Diskriminierung und einer Offenlegung und Ausforschung der genetischen Anlagen stehen die Interessen der Versicherungsunternehmen an einer möglichst präzisen Risikokalkulation gegenüber, die Grundlage jeder privaten Versicherung ist.

Da in beiden Ländern bisher eigenständige Regelungen fehlen, werden die Grundlagen der versicherungsvertraglichen Risikoprüfung, die datenschutzrechtlichen Vorgaben und die Diskussion zu einer Auswirkung der betroffenen verfassungsrechtlichen Rechtspositionen untersucht. Wegen der unterschiedlichen datenschutzrechtlichen Regelungen und dem unterschiedlichen Gesundheitssystem bietet ein Vergleich der beiden Länder zahlreiche interessante Aspekte. Ausgehend von diesem Vergleich werden Vorschläge für eine zukünftige gesetzliche Regelung in Deutschland entwickelt.



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