Dissertation: Kraftmorphologie der menschlichen Beinbewegung

Kraftmorphologie der menschlichen Beinbewegung

Elektromyografische und kinematische Einflüsse frequenzbedingter Schlittensprünge

Schriftenreihe naturwissenschaftliche Forschungsergebnisse, Band 77

Hamburg 2008, 340 Seiten
ISBN 978-3-8300-3496-4 (Print/eBook)

Beinbewegung, Beinverhalten, Belastung, Biomechanik, degressiv, EMG, Feder, Federverhalten, Hüpfen, Kraftmorphologie, Kraftmuster, linear, Lombardsches Paradoxon, Longloop, Muskel, Muskelaktivität, Muskelkoordination, Naturwissenschaft, Prävention, Reflexe, Rehabilitation, Schlittensprünge, Springen, Training, Überlastung, Untere Extremität, Zweigelenkige Muskeln

Zum Inhalt

Ein funktionierender Organismus ist von größter Wichtigkeit. Hierbei kommt gerade den Beinen eine entscheidende Aufgabe zu. Durch Sie sind wir in der Lage die Umwelt aktiv wahrzunehmen. Gehen, Rennen oder Springen sind nur durch sie Möglich. Gleichzeitig besitzen sie die Funktion der Belastungsreduktion. Einer Feder ähnlich arbeiten sie als Stoßdämpfer und Schockabsorber, wodurch empfindliche Organe, insbesondere das Gehirn, geschützt werden. Diese Funktion, wie auch die Bereitstellungen von maximaler oder schnellster Kraftentfaltung ist jedoch an eine feinst aufeinander abgestimmte Koordination der Muskulatur angewiesen, welche nicht in allen Situation von vornherein gegeben ist. Diese Koordination kann an dem Parameter der „Federcharakteristik“, die das Beinverhalten vereinfacht beschreibt, festgemacht werden. Je nach Belastungsintensität zeigen sich unterschiedliche „Federcharakteristiken“, die auf zwei wesentliche Strategien zurückgeführt werden können. Zum Einen ist dies ein eher passives Konzept, dass bis zu einem gewissen Grad belastungsunempfindlich ist und als Schutzmechanismus bei kurz anhaltenden Belastungen gesehen werden kann, zum Anderen ein aktiv-kontrolliertes Konzept, welches durch die Kraftfähigkeit und die Koordination der Muskulatur bestimmt wird. Das passive Konzept zeigt sich weitestgehend unbeeinflusst von Trainingszustand oder Kraftfähigkeit. Im Gegensatz hierzu steht das aktiv-kontrollierte Konzept, welches hochgradig vom Trainingszustand und von der Kraftfähigkeit bestimmt wird.

Von diesen Einflüssen abhängig zeigen einerseits Grenzsituationen, die mit einer enormen physiologischen Belastung einhergehen, andererseits jedoch auch Ressourcen, die der Leistungssteigerung dienen. Der Verfasser konnte diese Verhaltensweisen sowie deren Ursache aufdecken, wodurch neue Ansätze für den Bereich der Prävention und Rehabilitation sowie den Sport bzw. Leistungssport ermöglicht werden.



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