Doktorarbeit: Aufmerksamkeits- und Gedächtnisprozesse bei Kindern mit ADHS und Lese-Rechtschreibstörung

Aufmerksamkeits- und Gedächtnisprozesse bei Kindern mit ADHS und Lese-Rechtschreibstörung

EEG-Analyse im Vergleich zu einer gesunden Kontrollgruppe und Erwachsenen

Studien zur Kindheits- und Jugendforschung, Band 52

Hamburg 2008, 318 Seiten
ISBN 978-3-8300-3439-1 (Print/eBook)

ADHS, ADHS-Diagnostik, ADS, Aufmerksamkeit, Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, Aufmerksamkeitsprozesse, EEG, Gedächtnis, Gedächtnisprozesse, Kinder, Lese-Rechtschreibstörung, LRS, Psychodiagnostik, Psychologie

Zum Inhalt

„Mein Kind ist unruhig und kann sich nicht konzentrieren.“ „Mein Kind kann nicht richtig schreiben.“ Diese Aussagen von besorgten Eltern und Lehrern hört man häufig – und nicht immer ist es nur ein vorübergehendes Leistungstief oder Langeweile, sondern manchmal verbirgt sich dahinter auch eine psychische Störung des Kindesalters.

Die ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung) und auch die LRS (Lese-Rechtschreibstörung) zählen zu den am weitesten verbreiteten Auffälligkeiten im Kindesalter. Die Autorin beschreibt die Hauptmerkmale beider Störungsbilder und stellt die heute geltenden Erklärungsansätze allgemein verständlich dar.

Um herauszufinden ob nun eine wirkliche Störung vorliegt oder nicht, werden häufig umfangreiche Tests eingesetzt. So müssen bei einer ADHS-Diagnostik in der Regel die Eltern- und Lehrer befragt werden, eine Schulbeobachtung durchgeführt, und die Intelligenz- und Aufmerksamkeit des Kindes überprüft werden.

Allerdings haben die Papier-Bleistift-Tests der Aufmerksamkeitsdiagnostik (z.B. müssen bestimmte Buchstaben angestrichen werden) den unerwünschten Effekt, dass ADHS-Kinder nicht auffällig werden. Über einen kurzen Zeitraum und bei neuartigen Aufgaben können die Kinder plötzlich ihre Aufmerksamkeit stabil halten.

Es wäre fantastisch, wenn wir einfach direkt im Kopf nachschauen könnten, was das Besondere an den Kindern ist, die Probleme beim Konzentrieren oder beim Lesen und Schreiben haben. Das EEG (Elektroenzephalogramm) bietet diese Möglichkeit. Natürlich ist es nicht möglich „Gedanken zu lesen“, aber bestimmte Vorgänge, bei denen die Aufmerksamkeit oder das Gedächtnis besonders gefordert werden, zeigen eindeutige Muster im EEG.

Die Autorin beschreibt eine neuartige Untersuchung von Aufmerksamkeits- und Gedächtnisfunktionen bei Kindern, die ebenfalls an einer Gruppe von Erwachsenen getestet wurde und einen weiteren Beitrag zur Etablierung des EEGs als Bestandteil der Psychodiagnostik leistet.



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