Doktorarbeit: Krishna Vāsudeva und die Schlacht auf dem Kuruksetra

Krishna Vāsudeva und die Schlacht auf dem Kuruksetra

Eine textgeschichtliche Untersuchung zu den Büchern 6-11 des altindischen Epos Mahābhārata

Schriften zur Kulturgeschichte, Band 7

Hamburg 2008, 302 Seiten
ISBN 978-3-8300-3383-7 (Print/eBook)

Altindisches Epos, Geschichtswissenschaft, Indologie, Krishna, Kulturgeschichte, Kulturwissenschaft, Literatur, Mahabharata, Religionsgeschichte, Sanskrit

Zum Inhalt

Das altindische Epos Mahābhārata gilt als eine der umfangreichsten Dichtungen der Weltliteratur. Kṛṣṇa Vāsudeva ist vor allem als Wagenlenker des Pāṇḍava-Helden Arjuna und als Berater der Pāṇḍava-Brüder an der Handlung dieses Riesengedichts beteiligt. Seine Rolle ist dabei von der indologischen Forschung kontrovers beurteilt worden. Das gilt einerseits für seine Identität mit Viṣṇu, die bereits an einigen Stellen des Mahābhārata bezeugt ist. Während eine wichtige Richtung der Mahābhārata-Forschung, die Schule der mythologischen Deutung, diese Identität als originär ansieht, hält sie eine andere, der textgeschichtlich ausgerichtete Zweig, zumeist für sekundär. Andererseits ist aber auch die ursprüngliche Zugehörigkeit Kṛṣṇas zu dem Epos in Frage gestellt geworden.

Der Autor versucht, eine Lösung dieser Probleme durch eine sorgfältige Untersuchung der in den Büchern 6-11 des Mahābhārata berichteten Kriegshandlung zu finden. Dieser Abschnitt ist für die Frage nach der Rolle Kṛṣṇas in dem Epos von besonderem Interesse, weil die Schilderung eines Krieges zwischen den Pāṇḍavas und ihren feindlichen Vettern ohne jeden Zweifel von jeher ein fester Bestandteil der Bhārata-Sage gewesen ist. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass Kṛṣṇa in dieser Handlung nur an bestimmten Stellen, bei denen es sich vermutlich um sekundäre Passagen handelt, als der Hochgott Viṣṇu auftritt. An anderen Stellen hingegen ist er lediglich ein göttlicher Held und selbstloser Helfer der Pāṇḍavas. Zudem lässt sich aber eine nur bemerkenswert lose Verbindung Kṛṣṇas mit der Kernhandlung der Bücher 6-11 feststellen, was als ein Indiz für die Richtigkeit der These, dass er der Bhārata-Sage ursprünglich nicht angehört haben dürfte, bewertet wird.

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