Doktorarbeit: Biologisch-politischer Unterricht und Bildung für Nachhaltigkeit

Biologisch-politischer Unterricht und Bildung für Nachhaltigkeit

Eine empirische Studie über Wirkungen fächerverbindenden Unterrichts im Bereich der Umweltbildung

Didaktik in Forschung und Praxis, Band 35

Hamburg 2007, 262 Seiten
ISBN 978-3-8300-3291-5

Bildung für Nachhaltigkeit, Biologieunterricht, Empirische Unterrichtsforschung, Fachdidaktik, Fachunterrichtsforschung, Fächerverbindender Unterricht, Fächerverbindendes Lernen, Methodenmix, Naturerfahrung, Pädagogik, Politische Bildung, Umweltbewusstein, Umweltbezogenes Handeln, Umweltbildung, Umwelthandeln, Umweltwissen

Zum Inhalt

Fächerübergreifendes und fächerverbindendes Lernen sind Schlagwörter für einen hochaktuellen Trend, über dessen Wertung als Artefakt oder Notwendigkeit kontrovers diskutiert wird. Die Vorteile interdisziplinärer Unterrichtsansätze erscheinen dabei durchaus einleuchtend, doch beruhen sie in der Regel auf nichts weiterem als allenfalls „gefühlter Empirie“: Die Effekte fächerintegrierenden Unterrichts wurden bisher nicht systematisch erforscht.

Die Studie nähert sich dem Themenfeld explorativ, indem sie Wirkungen fächerverbindenden Unterrichts exemplarisch dokumentiert und bewertet. Der inhaltliche Fokus liegt dabei auf der für die Umweltbildung besonders reizvoll erscheinenden Verknüpfung zwischen Politischer Bildung und Biologieunterricht, denn zukunftsbezogene Gestaltungskompetenz und ein individuell geprägter emotionaler Zugang zur Natur sind Anliegen, die sich sowohl im modernen Ansatz der „Bildung für Nachhaltigkeit“ als auch in der aktuellen Politik- und Biologiedidaktik finden. Könnte es durch eine gleichzeitige Förderung politischer Kompetenzen und individueller Naturerfahrungen erstmals gelingen, bei Schülern sowohl das Interesse als auch die Fähigkeit zum umweltbezogenen Handeln anzubahnen – die so oft beklagte Kluft zwischen Umweltwissen, Umweltbewusstein und Umwelthandeln also endlich zu überwinden? Hinweise in diese Richtung würden Forderungen nach fächerverbindenden Lernansätzen eine etwas abgesichertere empirische Argumentationsgrundlage als bisher an die Hand geben.

Das Buch geht diesen Fragen nach und findet erste Antworten. Doch auch in methodischer Hinsicht liefert die Studie bedeutsame Ergebnisse für die fachdidaktische Diskussion. Sie verknüpft qualitative und quantiative Methoden miteinander, ein Vorgehen, das sich in der bislang ganz überwiegend qualitativ ausgerichteten politikdidaktischen Fachunterrichtsforschung nur in sehr wenigen Arbeiten findet. Die Schwierigkeiten, aber vor allem auch die Vorteile eines solchen Methodenmixes, geben attraktive Anregungen für die weitere Forschungspraxis.



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