Doktorarbeit: Anforderungen und Belastungen im psychiatrischen Fachkrankenhaus

Anforderungen und Belastungen im psychiatrischen Fachkrankenhaus

Ergebnisse einer Mitarbeiterbefragung

Schriften zur Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie, Band 33

Hamburg 2007, 174 Seiten
ISBN 978-3-8300-3229-8

Anforderungen, Arbeitspsychologie, Beanspruchung, Beanspruchungserleben, Belastungen, Belastungs-Beanspruchungs-Modell, Belastungserleben, Berufsgruppe, Beteiligungsmöglichkeiten, Betriebszugehörigkeit, Erlebte Fairness, Fairness, Innovierendes Handeln, Job-Characteristics-Modell, Krankenhaus, Mehr-Ebenen-Perspektive, Mitarbeiterbefragung, Objektive Anforderungen, Objektivierbare Anforderungen, Pfadanalyse, Psychiatrische Klinik, Psychiatrisches Fachkrankenhaus, Psychologie

Zum Inhalt

Diese Untersuchung stellt das individuelle Belastungs-Beanspruchungserleben von Beschäftigten in psychiatrischen Fachkrankenhäusern in den Mittelpunkt. Die theoretischen Grundlagen begründen sich auf dem Belastungs-Beanspruchungs-Modell, dem Job-Characteristics-Modell sowie den Arbeiten zum innovierenden Handeln und zur erlebten Fairness.

Es wird davon ausgegangen, dass Anforderungen, wenn sie eine bestimmte Intensität oder Schwierigkeit über- bzw. unterschreiten, zu Belastungen werden können. Unterschieden wird hierbei zwischen objektiven und objektivierbaren Anforderungen sowie den daraus abzuleitenden, subjektiv wahrgenommenen Belastungen. Ausgehend von der Annahme, dass zur Beschreibung auftretender Beanspruchungen und Beanspruchungsfolgen eine Anforderung erst als belastend erlebt werden muss, beschäftigt sich diese Untersuchung vornehmlich mit den Wahrnehmungen und Empfindungen der Mitarbeiter. Die körperlichen und verhaltensbezogenen Folgen zu hoher bzw. niedriger Anforderungen werden nicht berücksichtigt. Diese Multi-Center-Studie überprüft das Zusammenspiel anhand einer Stichprobe von 2073 Personen in 14 psychiatrischen Kliniken. Zur Erfassung der Daten wurde in den Krankenhäusern zeitgleich eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Die Auswertung erfolgte mit Hilfe der Mehr-Ebenen-Perspektive und einer Pfadanalyse.

Es zeigten sich wenig signifikante Einflüsse der objektiven und objektivierbaren Anforderungen sowie der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Organisation auf die berichtete Beanspruchung und ihren Folgen. Als wichtigster Indikator wurde das Erleben von Belastungen moderiert durch die Beteiligungsmöglichkeiten der Beschäftigten sichtbar. Als mediierende Ressource trat die erlebte Fairness in den Vordergrund. Beeinflusst wird das Zusammenspiel der einzelnen Faktoren durch die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Berufsgruppe und die Länge der Betriebszugehörigkeit.

Link des Autors

www.kramer-online.de

    

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