Dissertation: Lichtspieltheater in Sachsen

Lichtspieltheater in Sachsen

Entwicklung, Dokumentation und Bestandsanalyse

Hardcover
Sonderformat 170mm x 240mm
Mit zahlreichen Fotos, Abbildungen und Grundrissen historischer Kinogebäude

EX ARCHITECTURA – Schriften zu Architektur, Städtebau und Baugeschichte, Band 2

Hamburg 2007, 540 Seiten
ISBN 978-3-8300-3166-6 (Print/eBook)

Architektur, Architekturgeschichte, Baugeschichte, Denkmalkunde, Denkmalpflege, Denkmalschutz, Dresden, Filmtheater, Historische Lichtspieltheater, Kino, Kinotopographie, Nachschlagewerk, Sachsen, Umnutzung

Zum Inhalt

Historische Lichtspieltheater werden immer seltener. Nur ein Teil dieser Gebäude wird noch heute als Kino betrieben oder anderweitig genutzt. In den meisten Fällen stehen die Gebäude leer oder wurden schon in den vergangenen Jahren, oft von der Öffentlichkeit unbemerkt, abgebrochen.

Kinos werden in der Architekturgeschichtsschreibung erst seit jüngster Zeit als eigenständige Baugattung anerkannt, obwohl die Gebäude spätestens seit den 1920er Jahren die Gestalt der Städte entscheidend prägten. Mit diesem Buch wird die architektonische Bedeutung der Lichtspieltheater veranschaulicht und damit der Denkmalwert und Erhaltungsanspruch der noch bestehenden Bauwerke unterstrichen.

Das erste Kapitel gibt einen Überblick über die wesentlichen Etappen in der Entwicklung der Lichtspieltheater am Beispiel von Dresden. Neben einer ausführlichen Beschreibung enthält es Abbildungen und Karten, die erstmalig die Kinotopographie der Stadt illustrieren.

Im Hauptteil ist die bauliche Entwicklung des Gebäudetypus Lichtspieltheater anhand der Filmtheater dargestellt, die in die Kulturdenkmalliste für den Freistaat Sachsen aufgenommen wurden. Unter dem Stichwort „Kino“ beinhalten die Denkmallisten in Sachsen die meisten Objekte im Vergleich zu den anderen Bundesländern. Alle Kinostandorte sind in diesem Buch in einem Katalog mit aktuellen Daten und Fotos sowie historischem Material erfasst. Diese Zusammenstellung hat den Charakter eines Nachschlagewerkes und ist so einmalig und vorbildhaft für Deutschland.

Neben der architektonischen Betrachtung der Lichtspieltheater finden Denkmalkunde und Denkmalschutz Eingang in die Untersuchung, da Objekte dieses Gebäudetypus erst seit wenigen Jahren als Denkmale gelten. Dass großer Handlungsbedarf für den Denkmalschutz besteht, zeigen die ermittelten Zahlen für Abbruch und Leerstand.

Im abschließenden Kapitel des Buches werden kurz, auch deutschlandweit, Beispiele von erfolgreichen Umnutzungen mit einem besonderen Blick auf deren Substanzverträglichkeit vorgestellt. Mit diesen Anregungen für einen angemessenen Umgang mit den ehemaligen Lichtspieltheatern können Perspektiven aufgezeigt werden, um die Bauten als Zeugnisse für die Nachwelt zu erhalten.



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