Doktorarbeit: Prosodische Eigenschaften der deutschen Modalpartikeln

Prosodische Eigenschaften der deutschen Modalpartikeln

PHILOLOGIA – Sprachwissenschaftliche Forschungsergebnisse, Band 103

Hamburg 2007, 282 Seiten
ISBN 978-3-8300-3145-1

Akustische Analyse, Deutsch als Fremdsprache, Deutsche Sprache, Fremdsprachenerwerb, Intonation, Linguistik, Modalpartikeln, Muttersprachler, Phonetik, Prosodie, Prosodische Merkmale, Sprachwissenschaft, Zweitsprachenerwerb

Zum Inhalt

„Er ist doch krank“, dieser Satz mit der Modalpartikel doch, lässt sich verschieden interpretieren – zum Beispiel kann der Sprecher seinen Gesprächspartner mit diesem Satz daran erinnern, dass jemand „krank ist“. Der Sprecher kann aber auch mit dem doch seinem Gesprächspartner gegenüber einen sehr starken Widerspruch ausdrücken.

Das Problem für den Zweit- und Fremdsprachenerwerb ist, dass es für Nicht-Muttersprachler des Deutschen oft sehr schwer ist, die intendierten genauen Sprechereinstellungen zu erfassen. Grammatiken und auch Muttersprachler des Deutschen haben oft keine Erklärungen dafür.

Wie können aber Muttersprachler des Deutschen genaue Intentionen im Gespräch ausdrücken und begreifen, indem sie verschiedene Modalpartikeln benutzen? Spielt dabei nicht die Prosodie eine große Rolle, da die Modalpartikeln hauptsächlich in der gesprochenen Sprache verwendet werden?

Ausgehend von diesen Fragen untersuchte die Autorin die prosodischen Eigenschaften der vier Modalpartikeln ja, doch, schon und denn im Deutschen.

In Experimenten werden von Muttersprachlern Sätze in verschiedenen Situationen vorgelesen, deren Prosodie dann akustisch analysiert wird, besonders die drei akustischen Parameter: Dauer, Intensität und Grundfrequenz. Auf Grund der Ergebnisse der akustischen Analyse werden von der Autorin diejenigen spezifischen prosodischen Merkmale der Modalpartikeln herausgearbeitet, die die jeweilige Haltung bzw. Einstellung der Sprecher anzeigen.



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