Doktorarbeit: Die Integration handlungsorientierter Gestaltungsmerkmale in Schulbüchern

Die Integration handlungsorientierter Gestaltungsmerkmale in Schulbüchern

Inhaltsanalytischer Vergleich eines schwedischen und eines bayerischen Schulbuchs

Studien zur Berufspädagogik, Band 23

Hamburg 2007, 464 Seiten
ISBN 978-3-8300-2903-8 (Print & eBook)

Handlungsorientierung, Internationaler Schulbuchvergleich, Pädagogik, Schulbuch, Schulbuchraster, Taxonomiestufen, Wirtschaftslehre, Wirtschaftspädagogik

Zum Inhalt

Die Verfasserin greift ein in der Betriebs- und Wirtschaftspädagogik aktuelles Thema auf. Das Konstrukt der „Handlungsorientierung“ hat insbesondere im Zusammenhang der Neuorientierung der Ausbildungsberufe als Zieldimension eine herausragende Bedeutung erhalten. Während der Ausbildung sind Handlungskompetenzen zu vermitteln und am Ende der Ausbildung abzuprüfen. Neue Unterrichtskonzepte stehen seither im Fokus der wirtschaftspädagogischen Debatte. Weit weniger ins Blickfeld ist dabei ein zentrales Element von Unterricht geraten, nämlich das Schulbuch.

Traditionell sind Schulbücher eher wissenschaftsorientiert konzipiert. Doch wie sieht es aktuell aus, nachdem die neuen Leitlinien der Ausbildung, die vor allem Praxisbezug, eine Ausrichtung auf individuelle Schülergegebenheiten sowie auf die gleichzeitige Vermittlung von Fach-, Methoden- und Sozialkompetenzen setzen, breite Akzeptanz gefunden haben. Unterstützen die neuen Lehrbücher die erforderlichen neuen Unterrichtskonzepte oder stehen sie ihnen eher entgegen? Noch mehr Brisanz erhält eine solche Fragestellung, wenn man sie in den Kontext der vorliegenden PISA-Studien stellt, die ja bekanntermaßen Deutschland im Bildungssystem einen hohen Nachholbedarf attestieren. Bislang werden die Ursachen vor allem im gegliederten Schulsystem, in der Vernachlässigung des Ganztagsunterrichts, aber auch in der Qualifizierung der Lehrer gesehen. Eine Diskussion, welche Rolle dabei dem dominierenden Medium Schulbuch zukommt, ist bislang völlig unterblieben.

Yvonne Schalek intendiert, diese Lücke zumindest ein Stück weit zu schließen. Sie geht – analytisch sowie vergleichend – der Frage nach, inwieweit sich in einem schwedischen und einem bayerischen Schulbuch handlungsorientierte Gestaltungsmerkmale finden. Vor diesem Hintergrund lassen sich aus dieser Analyse Erkenntnisse erwarten, die sowohl den theoretischen Diskurs zu den neuen Unterrichtskonzepten, als auch – auf praktischer Ebene – die didaktische Gestaltungsaktivitäten von Schulbüchern und schließlich – auf bildungspolitischer Ebene – die Diskussion um den Nachholbedarf im deutschen Bildungssystem anregen werden.

Link der Autorin

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung, Dr. Yvonne Schalek

    

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