Doktorarbeit: Die Europäische Stahlindustrie

Die Europäische Stahlindustrie

Eine Untersuchung auf der Basis des Konzepts zur Koordinationsmängeldiagnose

Wirtschaftspolitik in Forschung und Praxis, Band 26

Hamburg 2007, 584 Seiten
ISBN 978-3-8300-2759-1 (Print/eBook)

Branchenanalyse, EGKS Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl, Europäische Union, Industrieökonomik, KMD-Konzept, Stahlindustrie, Volkswirtschaftslehre, Wettbewerbspolitik

Zum Inhalt

Die Untersuchung der Europäischen Stahlindustrie setzt eine Reihe von
Marktstudien zum so genannten Koordinationsmängel-Diagnosekonzept
(KMD-Konzept) fort, mit dem die Funktionsfähigkeit von Marktprozessen
auf der Basis empirisch erhobener Prozessmuster analysiert werden
kann. Neben der europäischen wird auch die deutsche Stahlindustrie
näher betrachtet sowie Ländervergleiche mit den USA und Japan durch-
geführt. Der Autor versucht, möglichst den gesamten, 50 Jahre umfas-
senden Zeitraum der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl
(EGKS) abzudecken.

Nach einer detaillierten Marktbeschreibung des europäischen Stahlm-
arkts erfolgt die eigentliche Funktionsfähigkeitsanalyse, welche im Ein-
zelnen die Prozesse der Markträumung, der Renditenormalisierung, der
Übermachterosion sowie des Produkt- und Verfahrensfortschritts um-
fasst. Anhand von Plausibilitätsüberlegungen beleuchtet der Autor die
ermittelten Prozessmusterverläufe mit ökonomischem Sachverstand.
Dabei ergeben sich interessante Einblicke in die Funktionsweise nicht
nur des Stahlmarkts, sondern vor allem der europäischen Stahlpolitik.
Diese war durch den EGKS-Vertrag weitgehend vorbestimmt, allerdings
betrieben auch die nationalen Regierungen eine eigenständige Indus-
triepolitik. So konnte beispielsweise untersucht werden, inwiefern die
umfangreiche Regulierung des europäischen Stahlmarkts in den acht-
ziger Jahren die Marktprozesse beeinflusst hat, oder die lasche Fusi-
onskontrolle den Konzentrationsprozess befördert hat. Mit Hilfe eines
KMD-Kartellchecks konnte die Kartellierung des japanischen Stahlmarkts
plausibel nachgewiesen werden.



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