Dissertation: Bestimmungsfaktoren, Tragfähigkeit und Dynamik internationaler Leistungsbilanzungleichgewichte

Bestimmungsfaktoren, Tragfähigkeit und Dynamik internationaler Leistungsbilanzungleichgewichte

Wirtschaftspolitik in Forschung und Praxis, Band 32

Hamburg 2007, 276 Seiten
ISBN 978-3-8300-2736-2 (Print/eBook)

Allgemeine dynamische Gleichgewichtsmodelle, Außenhandel, Fallstudien, Intertemporales Standardmodell, Leistungsbilanz, Leistungsbilanzdefizit, Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftspolitik

Zum Inhalt

In den letzten Jahren rückten die Bestimmungsfaktoren und die Dynamik von Leistungsbilanzen in das Blickfeld von Theorie und empirischer Forschung. Eine ganze Reihe internationaler Organisationen, wie BIZ, IWF und Weltbank sieht den Abbau der Leistungsbilanzungleichgewichte der verschiedenen Volkswirtschaften als eine der großen Herausforderungen der kommenden Jahre.

Die Autorin untersucht in diesem Kontext, durch welche Faktoren diese Entwicklung bestimmt wird und welche wirtschaftspolitischen Instrumentarien die Entscheidungsträger haben, um dieser Dynamik entgegenzuwirken. Sollten sich die außenwirtschaftlichen Ungleichgewichte noch weiter ausweiten, dann könnte sich das negativ auf das internationale Währungssystem auswirken und das Risiko einer abrupten und gefährlichen Korrektur in sich bergen. In der wirtschaftswissenschaftlichen Diskussion spielt hierbei die Frage der Tragfähigkeit von Defiziten oder Überschüssen in der Leistungsbilanz eine große Rolle. Verschiedene Analysen machen bereits deutlich, dass nicht-tragfähige Leistungsbilanzdefizite zu Einbrüchen im Wirtschaftswachstum führen können. Ebenso gehören meist auch Wechselkursabwertungen zu dem Erscheinungsbild von Leistungsbilanzkorrekturen.

Mit Hilfe von intertemporalen Standardmodellen wird für verschiedene Hocheinkommensländer untersucht, inwieweit auch über viele Jahre andauernde positive oder negative Leistungsbilanzsalden volkswirtschaftlich erklärt werden können. Schließlich wird ein „Allgemeines Zwei-Länder-Gleichgewichts-Modell“ entwickelt und für verschiedene Hocheinkommensländer kalibriert. Mit Hilfe dieses theoretischen Modells sollen daraufhin die verschiedenen Erklärungsansätze untersucht werden, die üblicherweise herangezogen werden, um die Probleme bei der Anwendbarkeit des empirischen intertemporalen Standardmodells aufzuzeigen.



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