Dissertation: Psychologische Aspekte von Aktienanleihen

Psychologische Aspekte von Aktienanleihen

Studienreihe psychologische Forschungsergebnisse, Band 119

Hamburg 2006, 172 Seiten
ISBN 978-3-8300-2696-9 (Print/eBook)

Aktienanleihen, Behavioral Finance, Conjoint Analyse, Entscheidungstheorie, Nutzentheorie, Prospect Theory, Psychologie, Reverse Convertibles

Zum Inhalt

Das Buch erbringt einen Nachweis für irrationales Verhalten an den Finanzmärkten und erklärt dieses auf der Grundlage der Prospect Theory und der Theorie des Mental Accounting. Als Untersuchungsobjekt wird dabei das strukturierte Finanzprodukt Aktienanleihe verwendet. Strukturierte Finanzprodukte sind komplexe Wertpapiere, die sich aus elementaren Anlageformen wie Bonds, Aktien und Optionsscheinen zusammensetzen. Sie werden von Banken entwickelt und vertrieben, aber auch an Börsen gehandelt. Aktienanleihen eignen sich zur Untersuchung irrationalen Verhaltens von Investoren, weil es möglich ist, ihren theoretischen (oder „fairen“) Wert zu bestimmen. Als irrational werden Abweichungen der Finanzmarktteilnehmer vom theoretischen Wert definiert.

In insgesamt drei Studien wird irrationales Verhalten in Bezug auf Aktienanleihen nachgewiesen. Die ersten beiden Studien zeigen dabei sowohl experimentell als auch im Feld (Analyse der Börsenkurse), dass Finanzmarktteilnehmer bei der Bewertung von Aktienanleihen in Abhängigkeit bestimmter Eigenschaftsausprägungen der Aktienanleihe (z. B. Coupon, Moneyness..) von deren theoretischem Wert abweichen. Eine dritte, wiederum experimentelle Studie weist nach, dass die Eigenschaften der strukturierten Finanzprodukte selbst deren Bewertung beeinflussen. Dazu wird das Verhalten von Finanzexperten in Bezug auf drei Finanzprodukte untersucht, die aus ökonomischer Perspektive gleichwertig sind, aber verschiedene Eigenschaften aufweisen. Neben Aktienanleihen sind dies Discount-Zertifikate und eine Neuentwicklung, die aus theoretischer Sicht für Investoren attraktiver sein sollte und sich im Experiment auch als attraktiver erwiesen hat.

Abschließend werden die Implikationen der Studien für die psychologische Theorienbildung und die praktische Arbeit der Finanzmarktteilnehmer aufgezeigt.



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