Forschungsarbeit: Filmsynchronisation aus übersetzungswissenschaftlicher Sicht

Filmsynchronisation aus übersetzungswissenschaftlicher Sicht

Eine kontrastive Synchronisationsanalyse des Kinofilms „Lock, Stock and Two Smoking Barrels“

Angewandte Linguistik aus interdisziplinärer Sicht, Band 7

Hamburg 2006, 338 Seiten
ISBN 978-3-8300-2667-9 (Print/eBook)

Film, Filmsynchronisation, Kino, Sprachwissenschaft, Synchronisation, Synchronisationsforschung, Translationswissenschaft, Übersetzungswissenschaft

Zum Inhalt

Was ist eine gute Synchronisation, und wie kann eine Synchronisation fair bewertet werden?

Diesen und anderen Fragen stellt sich der Autor Christopher Kurz, Diplom-Übersetzer und Cineast, und legt mit seinem Buch „Filmsynchronisation aus übersetzungswissenschaftlicher Sicht – Eine kontrastive Synchronisationsanalyse des Films Lock, Stock and Two Smoking Barrels“ das neueste Werk im Bereich der Synchronisationsforschung vor.

Zu Beginn des Buches betrachtet der Autor geschichtliche Aspekte der Synchronisation und schlägt den Bogen von den Anfängen des Films im letzten Jahrhundert bis hin zu den neuesten Kino- und Fernsehproduktionen. Hierbei berücksichtigt er in gleichem Maße technische, historischeund kulturelle Aspekte und widmet sich u. a. dem Thema Zensur und Filmschnitt. Auch der häufig gestellten Standardfrage „Was ist vorzuziehen – Synchronisation oder Untertitelung?“ stellt sich der Autor und beleuchtet kritisch sowohl die Untertitelung als auch die Synchronisation.

Den Kern des Werkes stellt eine umfassende Synchronisationsanalyse des Films „Lock, Stock and Two Smoking Barrels“ von Madonna-Ehemann Guy Ritchie dar. Hierbei verbindet der Autor die verschiedenen cineastischen Aspekte mit anerkannten Theorien der modernen Übersetzungswissenschaft und zeigt, wie eine moderne, zeitgemäße und faire Synchronisationsanalyse aussehen kann. Methodisch stellt der Autor hierbei den Dialog der Originalfassung jenem der Synchronfassung in über 100 Beispielen gegenüber und bezieht die so erreichte kontrastive Darstellung auf das auf der Leinwand zu sehende Bild. Dieses wird – und dies stellt ein Novum in der Synchronisationsforschung dar – neben den Dialogen abgebildet. Hierdurch entsteht die Einheit aus verbalem und nonverbalem Text, die eine faire Bewertung einer Synchronisationsleistung erst ermöglicht und sowohl übersetzungswissenschaftliche als auch cineastische Aspekte berücksichtigt.

Das Buch stellt auf Grund der Bild-Text-Einheit, der sorgfältigen, wissenschaftlich fundierten Methodik des Autors und seiner Aktualität ein wichtiges Werk in der Synchronisationsforschung dar und ist sowohl für Sprach- und Übersetzungswissenschaftler als auch für Personen des Filmgeschäfts sowie Cineasten lesens- und empfehlenswert.



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