Doktorarbeit: Wandelanleihen in der Unternehmensfinanzierung

Wandelanleihen in der Unternehmensfinanzierung

Eine theoretische und empirische Analyse

Finanzmanagement, Band 40

Hamburg 2006, 290 Seiten
ISBN 978-3-8300-2651-8 (Print/eBook)

Agency-Theorie, Betriebswirtschaftslehre, Corporate Finance, Finanzierung, Hybride Finanzinstrumente, Kapitalmarkt, Leistungsanreiz, Unternehmensreputation

Zum Inhalt

Durch eine Belebung des Marktes für Wandelanleihen hat diese Gattung der Finanzierungsinstrumente in den vergangenen Jahren wieder stark an Bedeutung gewonnen. Nicht nur am angelsächsischen Kapitalmarkt, wo dieses Finanzinstrument traditionell einen höheren Stellenwert hat, sondern auch in Kontinentaleuropa stieg die Emissionstätigkeit an, so dass sich Wandelanleihen mittlerweile auch hier als eigene Asset Klasse etabliert haben.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage nach der Motivation, die sich hinter Wandelanleiheemissionen verbirgt. Zur Beantwortung dieser Fragestellung wird in der Studie zunächst aufgezeigt, welche agencytheoretischen Erklärungsansätze existieren, um die Überlegenheit der Wandelanleihefinanzierung gegenüber traditionellen Finanzierungsinstrumenten, wie Eigen- und Fremdkapital, zu begründen. Anschließend wird untersucht, ob sich die theoretischen Modellansätze am kontinentaleuropäischen Kapitalmarkt empirisch bestätigen lassen und inwiefern die empirischen Ergebnisse mit denen der angelsächsischen Länder und insbesondere den USA übereinstimmen. Das Ergebnis der empirischen Untersuchung zeigt, dass sich die traditionellen Einsatzmotive nicht gänzlich auf den kontinentaleuropäischen Kapitalmarkt übertragen lassen. Deshalb wird im letzten Teil der Arbeit ein neuartiger informationsökonomischer Erklärungsansatz entwickelt, der bisher in der Literatur im Zusammenhang mit der Wandelanleihefinanzierung noch nicht betrachtet wurde. Im Kern wird dargelegt, dass sich Wandelanleihen dazu eigenen, das Leistungsanreizproblem zu lösen, welches in Unternehmen aufgrund der Trennung von Eigentum und Kontrolle entsteht.

Zusammenfassend ist es das Ziel der Verfasserin, die Wandelanleihe als Finanzinstrument darzustellen, die aus der Beziehung zwischen dem Emittent und den Investoren entstehenden Agency-Konflikte zu analysieren und die daraus resultierenden Motivationsgründe für eine Wandelanleiheemission theoretisch und empirisch zu untersuchen.



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