Doktorarbeit: Steueroptimale Gesellschafterfinanzierung einer Kapitalgesellschaft

Steueroptimale Gesellschafterfinanzierung einer Kapitalgesellschaft

Belastungsvergleich, Vorteilhaftigkeitsaussagen und Gestaltungsmöglichkeiten unter der Ägide des §8a KStG i.d.F. Korb II-Gesetz

Betriebswirtschaftliche Steuerlehre in Forschung und Praxis, Band 27

Hamburg 2006, 380 Seiten
ISBN 978-3-8300-2641-9 (Print/eBook)

Belastungsvergleich, Betriebswirtschaftliche Steuerlehre, Betriebswirtschaftslehre, Finanzierung, Gesellschafterfremdfinanzierung, Gestattungsmöglichkeiten, Kapitalgesellschaft, Steuer, § 8a KStG

Zum Inhalt

Die Untersuchung beinhaltet eine Einordnung der gesetzlichen Regelung zur Gesellschafterfremdfinanzierung nach § 8a KStG in die Steuerplanung. Die Norm erkennt unter gewissen Umständen Vergütungen für die Überlassung von Fremdkapital für Besteuerungszwecke nicht an, sondern qualifiziert diese in verdeckte Gewinnausschüttungen um. Dabei wird u.a. aufgezeigt, wie sich die quantitativen Belastungswirkungen einer verdeckten Gewinnausschüttung i.S.d. § 8a KStG auf die regulären Finanzierungsentscheidungen auswirken und welche Risiken und Chancen sich für den Steuerpflichtigen daraus ergeben.

Die Autorin ordnet einführend die verdeckte Gewinnausschüttung nach § 8a KStG in die allgemeine Systematik ein und stellt die Rechtsfolgen für die von der Norm erfassten Kapitalgeber dar. Dabei wird auch auf das im Rahmen einer grenzüberschreitenden verdeckten Gewinnausschüttung bestehende Risiko der Doppelbesteuerung eingegangen bzw. es werden Wege zu deren Vermeidung analysiert. Im Anschluss erfolgt ein quantitativer Belastungsvergleich zwischen den klassischen Finanzierungsalternativen und der verdeckten Gewinnausschüttung, der sowohl für den nationalen und als auch für den grenzüberschreitenden Finanzierungsweg durchgeführt wird. Die Ergebnisse bilden Basis der folgenden Kapitel:

Zum einen muss die Anwendung des § 8a KStG vermieden werden, soweit aus der Umqualifizierung eine steuerliche Mehrbelastung resultiert. Die Vermeidung der Tatbestandsvoraussetzungen, die Nutzung der von § 8a KStG gewährten Finanzierungsfreiräume und die Einschränkung durch übergeordnetes Recht bieten innerhalb der Vermeidungsstrategien Anknüpfungspunkte. Bei der Umgehung der Tatbestandsvoraussetzungen des § 8a KStG sind jedoch die durch den Gesetzgeber bereits normierten Ergänzungs- und Missbrauchsvermeidungstatbestände zu beachten.

Zum anderen wird aufgezeigt, dass in der bewussten Herbeiführung der Norm des § 8a KStG auch eine Gestaltungsmöglichkeit liegen kann, sofern eine verdeckte Gewinnausschüttung zu einer Wenigerbelastung führt. Auch die Verlustverwertung durch eine gezielte verdeckte Gewinnausschüttung wird als wirkungsvolles Instrument herausgearbeitet. Die Erzielung von weißen Einkünften ist als Gestaltungsansatz thematisiert, dessen Verwirklichung im Rahmen der Analyse jedoch verworfen wird.



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