Doktorarbeit: Die strafrechtliche Dogmatik von Vorbereitung, Versuch und Rücktritt im europäischen Vergleich

Die strafrechtliche Dogmatik von Vorbereitung, Versuch und Rücktritt im europäischen Vergleich

Unter Einbeziehung der aktuellen Entwicklungen zur ‘Europäisierung‘ des Strafrechts

Strafrecht in Forschung und Praxis, Band 78

Hamburg 2006, 594 Seiten
ISBN 978-3-8300-2533-7

europäisches Strafrecht, Europäische Union, internationales Strafrecht, Rechtsvereinheitlichung, Rechtswissenschaft, Rücktritt, Strafrecht, Versuch, Vorbereitung

Zum Inhalt

Die Studie von Matthias Brockhaus befasst sich schwerpunktmäßig mit dem allgemein-strafrechtlichen Thema „Versuch“ aus einer rechtsvergleichenden, inter- und supranationalen europäischen Perspektive. Der Verfasser stellt sich vor dem Hintergrund eines an Fahrt gewinnenden Prozesses der „Europäisierung“ des Strafrechts die Frage, wie die verschiedenen Versuchssysteme in der Zukunft in ein einheitliches europäisches Strafrecht verwandelt werden könnten. Neben einer umfassenden Bestandsaufnahme und Auswertung existenter Regelungen in Frankreich, Spanien, Österreich, England/Wales und Dänemark, die in Länderberichten umfassend geprüft werden, schließt die Untersuchung eine Darstellung des vorhandenen Materials zu Vorbereitung, Versuch und Rücktritt im supranationalen Strafrecht (Art. 11bis Corpus Juris) und im Völkerstrafrecht (Art. 25 IStGH-Statut) mit ein. Die im Rahmen einer „wertenden Rechtsvergleichung“ gewonnenen Ergebnisse münden in einen konsensfähigen „Europäischen Modellvorschlag“, der einer subjektiv-objektiven Grundlinie folgt.

Die Arbeit hat in den Länderberichten einen hohen Informationsgehalt und verschafft dem Leser weit mehr als nur Kenntnisse über die strafrechtliche Behandlung des Versuchs in fünf Staaten. Sie führt in ausländische Strafrechtssysteme ein und zeigt, dass man bestimmte Regelungsaufgaben in durchaus unterschiedlicher Weise erfüllen kann. In ihrem rechtsvergleichenden Teil legt sich ein zukunftweisendes Fundament für ein mögliches gesamteuropäisches Strafrecht.

Die Arbeit wurde ausgezeichnet mit dem Wolf-Rüdiger-Bub-Preis 2006 der Universität Potsdam zur Förderung des juristischen Nachwuchses.



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