Dissertation: Der Bischof als Seelsorger in historischer, systematischer und praktischer Sicht

Der Bischof als Seelsorger in historischer, systematischer und praktischer Sicht

unter Berücksichtigung der deutschsprachigen Bistümer der Schweiz

Schriften zur Praktischen Theologie, Band 5

Hamburg 2006, 596 Seiten
ISBN 978-3-8300-2420-0

Rezension

Wer einen Überblick über Theologie und Praxis des Bischofsamtes im Kontext der Seelsorge sucht, dem sei die Studie empfohlen. [...] Mit ihrer großen Materialfülle folgt sie einem pastoraltheologischen Duktus; [...]

S. B., in:
Archiv für Liturgiewissenschaft, 52 (2010) 1/2

Bischof, Bischofswahl, Bistum, Seelsorge, Seelsorger, Theologie, Zweites Vatikanisches Konzil

Zum Inhalt

Das Zweite Vatikanische Konzil war theologisch bemüht, den Glauben an den Menschen in den Glauben an Gott zu integrieren. Dieses Bemühen blieb auch nicht ohne Auswirkungen auf die seelsorgerliche Spiritualität wie auch auf die praktische Pastoral. Diese stellt heutzutage hohe Anforderungen an die Seelsorger. Von ihnen wird theologische, psychologische, methodisch-didaktische, liturgische, organisatorische und geistliche Kompetenz verlangt. Je nach Funktion, Priester, Ständiger Diakon oder Pastoralassistent können diese Anforderungen bzw. Überforderungen ein unterschiedliches Gesicht haben.

Eine konkrete Antwort auf solche neue An- und Überforderungen kann man in der Besinnung auf die „Seelsorge für Seelsorger“ erblicken. Die Notwendigkeit eines Auf- und Ausbaus einer „Seelsorge für Seelsorger“ im deutschsprachigen Kontext der Schweizer Bistümer scheint erkannt zu sein. Die Priesterräte der Bistümer Basel und Chur erachten diesen Dienst für eine der wichtigsten Aufgaben, die dem Bischof zukommt. Er hat erster Linie und zuerst vor allem anderen, Seelsorger für seine Seelsorger zu sein.

Das Buch geht von der praktischen Fragestellung aus: Wie kann der einzelne Diözesanbischof aufgrund seiner vom Zweiten Vatikanischen Konzil her definierten Aufgaben und Vollmachten überhaupt Seelsorger für die Seelsorger sein, gerade im Hinblick auf die Problematik des „forum externum/internum“, der teilweise unüberschaubaren Grösse der Diözese sowie der zeitlichen und materiellen Arbeitsbelastung, die er auf diözesaner und überdiözesaner Ebene wahrzunehmen hat?

Anhand der Fragestellung wird in drei Schritten eine bischöfliche Seelsorge für die Seelsorger skizziert: Ausgangspunkt ist das Verständnis von „Seelsorge“, die kommunikativ, heilshandelnd und begleitend ist. Der zweite Schritt widmet sich dem Bischofsamt, aus geschichtlicher und theologischer Perspektive. Die beiden ersten Schritte werden durch den Dritten: „Der Bischof als Seelsorger“ miteinander verbunden. Es geht darum das Verständnis von Seelsorge in Reflexion mit dem Handeln Jesu anhand der Emmausperikope (vgl. Lk 24,13-35) zu verbinden und daraus eine bischöfliche Seelsorge für Seelsorger zu beschreiben, wobei in diesem Zusammenhang dem Weihbischof darin eine zentrale Rolle zu kommt.



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