Doktorarbeit: Motivation zur Inanspruchnahme formeller Hilfen bei Alkoholproblemen

Motivation zur Inanspruchnahme formeller Hilfen bei Alkoholproblemen

Das Treatment Readiness Tool (TReaT)

Forschungsergebnisse zur Suchtprävention, Band 7

Hamburg 2006, 202 Seiten
ISBN 978-3-8300-2361-6

Rezension

Die Arbeit von Jennis Freyer ist zu empfehlen für Leser, die sich dafür interessieren, wie eine dem Gegenstand angemessene empirische Forschung ablaufen kann (vielleicht auch als Anregung für Diplomarbeiten und Dissertationen), einschließlich der Empfehlungen von Jennis Freyer bezüglich der Anwendung des TReaT in der Forschung (Evaluation in Krankenhäusern und Arztpraxen, Beschreibung von Populationen bezüglich ihres Motivationsniveaus ...). Dieses Buch ist aber mehr noch zu empfehlen für Leser, die relevante Bereiche studieren (Medizin, Psychologie, Sozialpädagogik ...) und besonders für Praktiker, die mit dem Thema "Alkoholprobleme" befasst sind und sich Anregungen für ihre Tätigkeit holen wollen, sei es zur Erweiterung ihres Blickwinkels oder auch schon für die Anwendung des TReaT selbst.

Franz Stimmer, in:
socialnet Rezensionen, 26.10.2007

Alkoholabhängigkeit, Alkoholismus, Gesundheitswissenschaft, Medizin, Motivation, Prävention, Psychologie, Screening, Sucht, Transtheoretisches Modell der Verhaltensänderung

Zum Inhalt

Häufig wird angenommen, dass Betroffene mit Alkoholproblemen, die Behandlung aufsuchen, gleichzeitig motiviert sind ihr Trinkverhalten zu ändern, denn sonst wären sie nicht da.
Weiterhin wird häufig angenommen, dass Betroffene, die ihren Alkoholkonsum beenden möchten, jede Hilfe willkommen heißen.
Der Alltag in der klinischen Praxis zeigt, dass diese Annahmen oft nicht wahr sind.

Woran liegt das?
Gegenstand dieses Buches ist die erstmalige empirische Überprüfung der tatsächlichen Überlappung dieser beiden Aspekte von Motivation, Verhaltensänderungs- und Inanspruchnahmemotivation. Das Buch stellt einen Fragebogen zur Verfügung, der es möglich macht einzuschätzen, wie hoch die Motivation bei betroffenen Personen ist, formelle Hilfe für ihr Alkoholproblem in Anspruch zu nehmen.

Vorgeschlagen wird eine kombinierte Erfassung beider Motivationsaspekte, um die Indikation für Interventionen besser bestimmen, sowie Bedürfnis und Empfänglichkeit für formelle Hilfe besser einschätzen zu können.



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