Doktorarbeit: Regionalökonomische Wirkungen von Großschutzgebieten

Regionalökonomische Wirkungen von Großschutzgebieten

Eine empirische Studie zu den Nationalparken in Deutschland

AGRARIA – Studien zur Agrarökologie, Band 31

Hamburg 2006, 310 Seiten
ISBN 978-3-8300-2273-2 (Print/eBook)

Agrarwissenschaft, Forstökonomie, Fremdenverkehr, Gebietsschutz, Großschutzgebiet, Nationalpark, Regionalökonomie, Tourismus

Zum Inhalt

Die Ausweisung von Großschutzgebieten ist immer mit erheblichen Konflikten verbunden, weil dadurch auf die Nutzung von Ressourcen für wirtschaftliche Aktivitäten verzichtet wird. Dies gilt ganz besonders für dicht besiedelte Länder. In der politischen Auseinandersetzung um die Einrichtung von Großschutzgebieten wird häufig auch damit argumentiert, dass diese eine positive Entwicklung der regionalen Wirtschaft, insbesondere des Fremdenverkehrs, anstoßen und so zur Entwicklung strukturschwacher Regionen beitragen.

Auch in Deutschland sind im vergangenen Jahrzehnt einige große Schutzgebiete ausgewiesen worden. Derzeit gibt es 15 Nationalparke, 14 Biosphärenreservate und über 90 Naturparke. Gerade für die in der Regel grenznahen, jedoch naturräumlich reizvollen Nationalparkregionen Deutschlands war die Förderung von Image, Bekanntheitsgrad und Tourismuswirtschaft nicht selten ein ausdrückliches, wenn auch nicht das einzige Gründungsziel. Fraglich ist jedoch, ob eine generelle Betrachtung wirtschaftsfördernder Auswirkungen durch Attraktivität und Leistungsangebot der Nationalparkregionen in Deutschland in der Form akzeptiert und diskutiert werden kann.

Die Untersuchung widmet sich der Frage, ob sich die in den Nationalparktourismus gesetzten Hoffnungen für insgesamt 13 in Deutschland zwischen 1970 und 1997 gegründeten Nationalparke bewahrheitet haben oder ob die Fremdenverkehrsstatistiken in den betroffenen Regionen doch nur eine allgemeine Entwicklung wiedergeben. Dabei steht ein Ex-post-Vergleich von Zeitreihen zu ausgewählten Daten des Tourismus in Nationalpark- und strukturell und naturräumlich ähnlichen Nicht-Nationalparkregionen im Vordergrund.



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