Dissertation: Kulturelle Bildung und Schulentwicklung in der Postmoderne

Kulturelle Bildung und Schulentwicklung in der Postmoderne

Schriften zur Kunstpädagogik und Ästhetischen Erziehung, Band 6

Hamburg 2006, 202 Seiten
ISBN 978-3-8300-2198-8

Ästhetische Bildung, Erzieherinnenausbildung, Erziehungswissenschaft, Kulturelle Bildung, Neurowissenschaft, Pädagogik, Postmoderne, Schulentwicklung

Zum Inhalt

Dieter Ewig setzt sich kritisch mit der Schulentwicklung der letzten fünf Jahre auseinander und untersucht den Stellenwert musisch-ästhetischer Bildungsprozesse in der Bildungslandschaft der Postmoderne.
Die Philosophie Lyotards bildet die Folie für eine kritische Betrachtung der Postmoderne.
Ausgehend davon wird die Bedeutung ästhetischer Signaturen (Welsch) und die Bedrohung menschlicher Sinneswahrnehmung in einer zunehmend mediatisierten Welt untersucht.

Der Auor berücksichtigt die neuesten Erkenntnisse der Gehirnforschung (Spitzer, Singer, Roth, Linke) und stellt die gewachsene Bedeutung ästhetischer Lernprozesse im frühen Kindesalter heraus.
Er untersucht kenntnisreich und praxisbezogen die Anforderungen, die sich hieraus für die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern ergeben.
Große Bedeutung misst der Autor dabei kulturpädagogischen Lehr- und Lernformen bei, wie sie in der außerschulischen kulturellen Bildung seit Jahren erfolgreich praktiziert werden.
Die Implementierung kulturpädagogischer Arbeitsweisen und Prinzipien in die Schulentwicklung verbessert nach Meinung des Autors erheblich die Qualität schulischer Bildung.
Dies zeigt eine empirische Untersuchung bei Schülerinnen und Schülern ebenso wie die Analyse von Interviews mit namhaften Repräsentanten kultureller Bildung aus den Bereichen Musik, Kunst und Theater.
Abschließend werden neue Perspektiven, die sich durch die Implemenierung kulturpädagogischer Lehr- und Lernformen in die Erzieherausbildung und Schulentwicklung ergeben, aufgezeigt und erörtert.

Dieter Ewig greift gezielt in die bildungspolitische Diskussion nach PISA ein und kritisiert die Reduktion der öffentlichen Diskussion auf die Stärkung der sogenannten „harten Kernfächer“ Deutsch, Fremdsprachen, Mathematik und Naturwissenschaften. Indem er die Bedeutung musisch-ästhetischer Bildungsprozesse für eine qualitative Verbesserung des Schulwesens herausarbeitet, ist das Buch zugleich ein wichtiges Plädoyer für die Stärkung kultureller Bildung überhaupt.



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