Dissertation: Die Star-Fan-Beziehung in der Popmusik: Forever Young?

Die Star-Fan-Beziehung in der Popmusik: Forever Young?

Perspektiven eines psychologischen Modells

Studien zur Kindheits- und Jugendforschung, Band 40

Hamburg 2005, 330 Seiten
ISBN 978-3-8300-2178-0 (Print/eBook)

Entwicklungspsychologie, Fan, Jugend, Medienpsychologie, Popstar, Psychologie, Rezeptionsforschung, Selbstwahrnehmung

Zum Inhalt

Der Traum ewiger Jugend hat die Menschheit schon immer fasziniert und die Popmusik ist nicht die erste Kunstform, die sich mit diesem Thema befasst. Das besondere an Popmusik ist allerdings, dass sie eine Kunstform von Jugendlichen für Jugendliche ist; zumindest war es in ihren Anfangstagen so. Jugendlichkeit wird damit inhaltlich zum zentralen Thema der Popmusik.

Der Autor untersucht aus einer (medien-)psychologischen Perspektive das Bild von Jugendlichkeit, das durch die Popmusik bzw. von den Popmusikstars transportiert wird. Dabei sind zwei Fragen zentral:

- Wie nimmt der jugendliche Fan den Pop-Star im Kontext der Popmusik wahr?
- Inwieweit kann das durch die Popstars vermittelte Jugendbild zur Identitätsbildung Jugendlicher beitragen?

In der (Medien-)Psychologie ist die Unterhaltungsrezeption in den letzten Jahren verstärkt zum Thema geworden. Dabei steht allerdings meist nur das Popmusikstück im Mittelpunkt der Fragestellung. Ausgehend von der Idee des Identitätsmanagements als Funktion der Unterhaltungsrezeption untersucht der Autor, ob der Jugendliche zu seinem Popstar eine parasoziale Beziehung aufbaut und der Star somit Einfluss auf die Identität des Rezipienten nimmt.

Huppert erstellt ein allgemeines Modell der Popstar-Rezeption, das medienpsychologische Ansätze zur Unterhaltungsrezeption innerhalb der Selbstpsychologie einbettet. Um das Selbstbild Jugendlicher besser zu verstehen, untersucht der Autor ferner, welche Faktoren das Konstrukt der „Jugendlichkeit“ beschreiben. Schließlich richtet sich sein Augenmerk auf die bereits existierenden Konzepte zum Startum, um festzustellen, wie die Beziehung zwischen Popstar und Fan exakter beschrieben werden kann. Dazu zählt auf der Seite des Stars vor allem seine Authentizität, d.h. die „Echtheit“ des Stars. Schließlich zeigt sich, dass den prototypischen Fan nicht gibt, sondern sich unterschiedliche Rezeptionsmodi identifizieren lassen.

Parallel zum Modell wurde ein Fragebogen entwickelt, der in einer Vorstudie an einer Zufallsstichprobe von ca. 100 saarländischen Schülern der Klassenstufen 7 – 10 aller Schulformen empirisch überprüft wurde. Die Hypothesentestung am überarbeiteten Modell wurde in der Hauptuntersuchung an ca. 200 saarländischen Schülern der Klassenstufen 7 – 10 aller Schulformen durchgeführt.



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