Dissertation: Deutschsprachige Kurzprosa zwischen 1945 und 1989

Deutschsprachige Kurzprosa zwischen 1945 und 1989

Interpretationen, thematische Bezüge sowie Überlegungen zu ihrem produktionsorientierten Einsatz in der gymnasialen Oberstufe

POETICA – Schriften zur Literaturwissenschaft, Band 90

Hamburg 2006, 326 Seiten
ISBN 978-3-8300-1974-9 (Print/eBook)

Deutschunterricht, Germanistik, Interpretation, Kurzgeschichte, Literaturdidaktik, Literaturwissenschaft, Oberstufe, Produktionsorientierte Verfahren

Zum Inhalt

Kurzgeschichten bzw. Kurzprosa-Texte zählen nach wie vor zum festen Bestand des Deutschunterrichts der Mittel- sowie der Oberstufe, und dies nicht nur aus thematischen Gründen. So kann anhand von kürzeren epischen Texten die Methodik der Analyse und der Interpretation literarischer Texte exemplarisch gelernt und geübt werden. Als notwenige Voraussetzung dazu werden in diesem Band zunächst gattungspoetologische sowie erzähltheoretische Überlegungen angestellt.

Dem Bedarf an Kurzprosa-Interpretationen für den Unterricht steht bislang kein entsprechendes Angebot gegenüber. Rainer Könecke versucht diesem Umstand Rechnung zu tragen: Zwischen 1945 und 1989 entstandene bekannte und weniger bekannte Kurzprosa-Texte namhafter Autoren werden im ersten Teil des Buches unter thematischen Gesichtspunkten miteinander in Beziehung gesetzt. Dabei steht zunächst der Begriff der „Krise“ im Mittelpunkt, ehe einzelnen immer wiederkehrenden Motiven sowie intertextuellen Bezügen nachgegangen wird.

Im zweiten Teil des Bandes wird gezeigt, unter welchen Voraussetzungen und auf welche Weise Kurzprosa-Texte im Unterricht der gymnasialen Oberstufe zum Einsatz kommen können. Hierzu werden im Anschluss an einen kurzen Abriss zur Literaturdidaktik produktionsorientierte Ansätze vorgestellt. Auf der Grundlage unterschiedlicher Konzepte wird das eigene Vorgehen begründet und erläutert. Dabei wird die produktionsorientierte Methode als Chance gesehen, Schüler auf eine bislang noch nicht überall akzeptierte Weise an Literatur heranzuführen. Die Hauptthese lautet: Indem analytische, interpretatorische und kreative Kompetenzen gebündelt werden, kann sich ein Verständnis von den Besonderheiten literarischer Gestaltung einstellen, das auf andere Weise so kaum zu erreichen ist.

Um die Möglichkeiten, aber auch die Bedingungen und Grenzen eines solchen Verfahrens zu demonstrieren, werden produktionsorientierte Schülerarbeiten unterschiedlicher Qualität kommentiert. Diese beziehen sich u.a. auf Kurzprosa-Texte, die im ersten Teil des Buches unter thematischem Gesichtspunkt behandelt wurden. Die Ergebnisse der Auswertung werden in zehn Thesen festgehalten. Weitere Arbeitsvorschläge zu diesen Texten schließen den Band ab.



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