Forschungsarbeit: Wahrnehmen, entscheiden und handeln im Handball

Wahrnehmen, entscheiden und handeln im Handball

Ein spielgemäßes Lehr-Lern-Konzept

Schriften zur Sportwissenschaft, Band 62

Hamburg 2005, 168 Seiten
ISBN 978-3-8300-1961-9 (Print/eBook)

Genetisches Lehren und Lernen, Handball, Handlungsfähigkeit, Pädagogik, Spielfähigkeit, Spielgemäßes Konzept, Sportspielvermittlung, Sportwissenschaft, Wahrnehmungstheorie

Zum Inhalt

Das Buch soll Lehrenden einen Einblick in ein Lehr-Lern-Konzept geben, welches die wesentlichen Aspekte des spielgemäßen Konzept und den Zusammenhang von Wahrnehmen, Entscheiden und Handeln berücksichtigt und einem genetischen Ansatz folgt. Es orientiert sich dabei am Praxisfeld Handball und versucht, die theoretischen Fundamente in die Praxis zu übertragen. Dazu werden im theoretisch angelegten Kapitel II grundlegende fachwissenschaftliche und –didaktische Eckpunkte skizziert, indem wesentliche Merkmale des Spielens vorgestellt, Zielperspektiven des Sportunterrichts und der Sportspielvermittlung erläutert sowie der Zusammenhang von Wahrnehmung und Bewegung dargelegt werden. Die theoretischen Aspekte werden anschließend vor dem Hintergrund verschiedener Sportspielvermittlungsmodelle und allgemeiner Facetten der Vermittlung handlungsnah konkretisiert.

In den nachfolgenden Kapiteln werden die theoretischen Bezugspunkte anhand einer Lehr-Lerneinheit zum Thema Handball in die Praxis übertragen. Da die Lehr-Lerneinheit mit einer achten Klasse durchgeführt wurde, werden zuerst die wichtigen pädagogischen Ausgangspunkte zur Lerngruppe und den Lernzielen skizziert und daraus die entsprechenden lerngruppenspezifischen didaktisch-methodischen Konsequenzen abgeleitet. Anschließend werden acht Doppelstunden des Lehr-Lernprozesses detailliert beschrieben, indem zuerst die didaktisch-methodischen Vorüberlegungen, dann die konkreten Planungsaspekte und die einzelnen praktischen Aufgaben, Übungen oder Spiele vorgestellt werden. Abschließend werden die Ergebnisse der Stunden kritisch reflektiert. Hier wird deutlich, welche Entscheidungen der Lehrende gemeinsam mit den Lernenden getroffen hat, auf welche Probleme die am Lehr-Lernprozess beteiligten Personen gestoßen sind und wie sie diese in einem genetischen Lehr-Lernprozess bewältigt haben. Zwei Unterrichtsstunden, die eine besondere Schnittstelle innerhalb des Lehr-Lern-Konzeptes darstellen, werden darüber hinaus noch ausführlicher beschrieben, um den fachwissenschaftlichen Zusammenhang noch einschlägiger herauszuarbeiten.

Eine solche, über acht Doppelstunden geführte, detailliert beschriebene Lehr-Lerneinheit ist in der Literatur bislang rar. Alle wichtigen didaktisch-methodischen Entscheidungen werden dargelegt, die Einbettung ins Gesamtkonzept wird jeweils immer neu begründet und mit hilfreichen, praktischen Umsetzungsvarianten verknüpft. Daher ist das Buch sowohl für die Didaktiker in der Spielsport- und Sportlehrerausbildung als auch für den Sportlehrer, alle Referendare und auch den Kindertrainer geeignet.



Informationen über das Veröffentlichen wissenschaftlicher Arbeiten.

nach oben