Sammelband: Ich und die Farbe sind eins (Klee)

Ich und die Farbe sind eins (Klee)

‘SPUREN‘ ästhetischer Bildung im Kontext von Farbe

Schriften zur Kunstpädagogik und Ästhetischen Erziehung, Band 2

Hamburg 2005, 182 Seiten
ISBN 978-3-8300-1813-1

Ästhetische Bildung, Farbe, Farbwahrnehmung, Kunstpädagogik, Kunstunterricht, Pädagogik, Praxisberichte, Theoriebildung

Zum Inhalt

In diesem Sammelband versammeln die Herausgeber Petra E. Weingart und Rudolf Forster zwölf Beiträge zu einem bisher eher vernachlässigten Bereich kunstpädagogischer Forschung und Praxis. Die Autorinnen und Autoren nähern sich der Thematik aus sehr unterschiedlichen wissenschaftlichen Blickrichtungen an. Philosophie, Psychologie, Kunstgeschichte und Kunstpädagogik, Grundschul- und Elementardidaktik, Sonderpädagogik und Musikwissenschaft gehören dazu und weisen so eine insgesamt sehr differenzierte Vielfalt und den Charakter einer interdisziplinären Durchdringung auf.

Bezogen auf die beiden Schlüsselbegriffe könnte der Eindruck entstehen, dass Farbe als ein Teil der Ästhetischen Bildung zu verstehen und einzuordnen ist. Das mag bezüglich didaktischer und pädagogischer Überlegungen durchaus sinnvoll sein. Aber es ist die Grundthese des Buches, dass das Verhältnis von Ästhetischer Bildung und Farbe nicht nur als das einer Subsumtion, sondern in einem durchaus differenzierteren und damit komplizierteren Verhältnis verstanden werden muss. Darauf verweisen vor allem die Beiträge zu den Hauptkapiteln. Dass die Herausgeber in Ergänzung zur Fragestellung die klassische und immer – scheinbar – nützliche Einteilung von Theorie und Praxis als Buchstruktur vorsahen und vorgaben, ist darin begründet, dass bei beiden eine doch schon langjährige pädagogische bzw. sonderpädagogische „Biografie“ grundgelegt ist.

Inhaltlich werden folgende Themen problematisiert und durch eine Vielzahl von Abbildungen illustriert: Ästhetik und Moderne/Postmoderne, Aktualität und Ästhetische Bildung, „Sehen lernen“, Grundbegrifflichkeiten wie z.B. Farbwahrnehmung und Farbe an sich, neurophysiologischer Realismus und Synästhesie bei Harald Kaas, Farbenlehre nach Lüpertz, „Farbe-Sein“, „Braun ist die schönste Farbe von allen“ – Kunstpädagogisches Arbeiten mit Kindern, Farbe und Projekttagebücher, „Korrigieren und Erfinden“ – Eine exemplarische Analyse des malerischen Bildentstehungsprozesses, „Farbe gehört allen“, Affinitäten zwischen Musik und bildender Kunst. Letztlich sind es punktuelle Bausteine eines Buches, das keinen systematischen Anspruch erheben will und als Anstoß gedacht ist im Sinne eines weiteren ‘SPUREN’-Suchens im Bereich von Ästhetischer Bildung und Farbe.



Informationen über das Veröffentlichen wissenschaftlicher Arbeiten.

nach oben