Doktorarbeit: Integrative Prozesse bei der Teamarbeit im Gemeinsamen Unterricht

Integrative Prozesse bei der Teamarbeit im Gemeinsamen Unterricht

Qualitative Studie aus der Innenperspektive eines Teams an einer integrierten Gesamtschule

Integrationspädagogik in Forschung und Praxis, Band 1

Hamburg 2005, 294 Seiten
ISBN 978-3-8300-1587-1

Gemeinsamer Unterricht, Gesamtschule, Integrationspädagogik, Pädagogik, Schulentwicklung, Teamarbeit, Themenzentrierte Interaktion

Zum Inhalt

Die Kooperation unterschiedlicher Professionen innerhalb des Gemeinsamen Unterrichts stellt das zentrale Handlungskonzept zur Bewältigung der Heterogenität dar. Dieses Prinzip der multiprofessionellen Betreuung, als Problemlösung angedacht, hat sich innerhalb der Praxis selbst zum zentralen Problem entwickelt, auch wenn die Kooperation von vielen im Gemeinsamen Unterricht Arbeitenden als wesentliches Moment betont wird. Das begründet sich durch verschiedene Aspekte, die aber nicht unabhängig voneinander zu betrachten sind, sondern vielmehr in einem direkten Abhängigkeitsverhältnis zueinander stehen:

  • Teamarbeit stellt eine Vielzahl von Ansprüchen in Form von Fähigkeiten und Kompetenzen an die LehrerInnen-Persönlichkeit;
  • die zusammenarbeitenden Professionen haben unterschiedliche Erwartungshaltungen und Selbstverständnisse;
  • Teams haben die Aufgabe, ein gemeinsames Pädagogisches Konzept herauszuarbeiten, an welchem sich die Arbeit orientiert;
  • wichtig ist weiterhin der äußere Rahmen, in dem Kooperationen stattfinden.

Die qualitative Studie ’Integrative Prozesse bei der Teamarbeit im Gemeinsamen Unterricht’ zeichnet den Entwicklungsprozess eines integrativ arbeitenden Teams nach. Auf Basis von Interviews werden Erfahrungen und Entwicklungen der zusammenarbeitenden Professionen analysiert, die die LehrerInnen im Rahmen des Landesschulversuchs ’Integrationsklassen im Team-Kleingruppen-Modell in der Sekundarstufe I an der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Halle/S.’ gesammelt haben. Dieser Analyseprozess basiert auf der theoretischen Grundlage der Themenzentrierten Interaktion, welche lebendiges und ganzheitliches Lernen in Gruppen ermöglichen will und ein Potential an praktischen und theoretischen Aussagen für die Strukturierung und die Interpretation von Interviewdaten aufweist.

Die LehrerInnen, welche nach dem Konzept des Team-Kleingruppen-Modells kooperieren, haben mit Hilfe der Teamarbeit einen Gemeinsamen Unterricht initiiert, der insbesondere im Sekundarbereich nach wie vor als problematisch angesehen wird. Dem Engagement aller Beteiligten und insbesondere der hohen Entwicklungsoffenheit der zusammenarbeitenden LehrerInnen ist es zu verdanken, dass die Team-Vision Realität wurde.



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