Dissertation: Insolvenzsicherung von Arbeitszeitkonten

Insolvenzsicherung von Arbeitszeitkonten

Schriftenreihe arbeitsrechtliche Forschungsergebnisse, Band 57

Hamburg 2004, 366 Seiten
ISBN 978-3-8300-1526-0

Arbeitnehmerschutz, Arbeitsentgelt, Arbeitsrecht, Arbeitszeitflexibilisierung, Insolvenzrecht, Insolvenzschutz, Rechtswissenschaft, Zeitkonto, Zeitmanagement

Zum Inhalt

Ein Jahr lang Vollzeittätigkeit inklusive Überstunden beim eigenen Arbeitgeber – und das ohne Vergütung?

Dieser Gedanke ist für Viele aus gutem Grund unvorstellbar. Dabei wird er tagtäglich für Arbeitnehmer mehr und mehr zur bitteren Realität. In der Insolvenz ihres Arbeitgebers verlieren sie ihre auf Arbeitszeitkonten oft über Jahre durch Überstunden oder Verzicht auf Urlaub angesparten Guthaben. Verloren gehen hierbei nicht nur ganze Jahresgehälter, auch der ein oder andere Traum von der Weltreise während des Sabbatjahres löst sich in Wohlgefallen auf.

Die Autorin setzt sich in ihrer Arbeit mit den Hintergründen eines solchen Verlustes eingehend auseinander. Dabei analysiert sie die möglichen Verlustursachen und setzt sich dezidiert und kritisch mit den gesetzlichen Vorgaben zum Insolvenzschutz von Arbeitszeitkontenguthaben auseinander. Die Autorin untersucht umfassend die rechtliche Ausgestaltung von möglichen Sicherungsmodellen, die bislang – wenn überhaupt - nur als Schlagworte in den Raum geworfen wurden. Besonderes Gewicht legt sie hierbei neben dem Sicherungswert für die Arbeitnehmer auf die Funktionalität und die Zweckmäßigkeit in der betrieblichen Praxis. Was hilft die theoretische Ausarbeitung eines Modells, das in der betrieblichen Praxis nicht zu realisieren wäre, da es zu teuer ist oder das überlebenswichtige Kapital des Arbeitgebers über Jahre bindet?

Im Hinblick auf die Praxistauglichkeit ihrer Arbeit untersucht die Autorin im Anschluss mögliche Schadensersatzansprüche von Arbeitnehmern, die wegen fehlender oder mangelnder Vorkehrungen zur Insolvenzsicherung ihre Arbeitszeitkontenguthaben verloren haben. Ein Überblick über die Probleme bei der organisatorischen Umsetzung eines Sicherungsmodells rundet diese Arbeit ab.



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