Doktorarbeit: Adoleszenzkonflikte in der Schule

Adoleszenzkonflikte in der Schule

Eine empirische Studie mit Überlegungen zu Schule als „potential space“

Studien zur Schulpädagogik, Band 43

Hamburg 2004, 582 Seiten
ISBN 978-3-8300-1467-6

D.W. Winnicott, Gewalt, Jugendschule, Pädagogik, Psychoanalyse, Reformschule, Schulentwicklung, Schulpädagogik, Sekundarstufe

Zum Inhalt

Anknüpfend an die Diskussion um „Gewalt in der Schule“ beschäftigt sich diese Studie mit den Konflikten von Jugendlichen. Denn Gewalt ist häufig erst das auffällige Ergebnis eines Prozesses: einer konflikthaften Entwicklung, einer eskalierten Situation oder eines entgleisten Dialoges zwischen SchülerIn und Bezugspersonen, Institution oder Gesellschaft.

Der Konflikt steht vor Aggressivität und Gewalt - d.h. seine Verarbeitung kann untersucht werden und die Antwort ist zunächst noch offen: Kann der Konflikt konstruktiv gelöst werden oder nicht? Äußert er sich dann in Gewalt oder psychosomatischen Belastungen und Autoaggression? Welche Rolle spielen hierbei die Geschlechtszugehörigkeit und die soziokulturelle Herkunft?

Mit einem vielfältigen methodischen Zugang wird untersucht, welche Konflikte Adoleszente in zwei Gesamtschulen unterschiedlichen Reformtyps erleben, dort hinein- und austragen.

Diese Arbeit ist im Kontext des Bielefeld-Kasseler Graduiertenkollegs „Schulentwicklung an Reformschulen im Hinblick auf das allgemeine Schulwesen“ enstanden. Die aus Schulbiografien und Klassenporträts gewonnenen Erkenntnisse werden deshalb mit aktuellen schulpädagogischen Konzepten konfrontiert. Die Diskussion einer pädagogisch adäquaten Jugendschule wird interdisziplinär unter der Metapher von „Schule als potential space“ (Möglichkeitsraum, nach D.W. Winnicott) geführt. Die Aufgabe der Schule wird hier in einem Spannungsfeld zwischen den individuellen Voraussetzungen und Bedürfnissen der Jugendlichen und den gesellschaftlich-institutionellen Herausforderungen verstanden. Die abschließend formulierten Perspektiven für die Schulentwicklung zeigen, dass es einfache Lösungen für dieses Problem nicht geben kann.



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