Dissertation: Emotionale, kognitive und körperliche Entwicklung bis zum 25. Lebensjahr

Emotionale, kognitive und körperliche Entwicklung bis zum 25. Lebensjahr

Stabilität, Veränderung und Synchronizität

Schriften zur Entwicklungspsychologie, Band 4

Hamburg 2004, 256 Seiten
ISBN 978-3-8300-1316-7

Entwicklung, Entwicklungspfade, Entwicklungspsychologie, Entwicklungspsychopathologie, Intelligenz, Längssschnitt, Psychologie, Trajektorien

Zum Inhalt

Verläuft die Entwicklung im kognitiven, emotionalen und körperlichen Bereich unabhängig voneinander oder ist sie systemisch koordiniert? Beeinflussen sich die Entwicklungsbereiche gegenseitig, gibt es also Synchronizität? Was bleibt stabil und was ändert sich in den ersten 25 Lebensjahren? Was bedingt langfristig eine erfolgreiche oder gestörte Entwicklung?

Kernstück dieser Arbeit ist die Individualentwicklung der ersten 25 Lebensjahre unter dem Blickwinkel intraindividueller Stabilität und Veränderung, interindividueller Varianz und schließlich Synchronizität der Entwicklung über verschiedene Entwicklungsdomänen hinweg. Als metatheoretischer Hintergrund dient die Theorie dynamischer Systeme. Konkret werden die kognitive, sozioemotionale und körperliche Entwicklung von der Geburt bis ins frühe Erwachsenenalter analysiert und dabei Antezedenzien und potentielle Kriterien der Entwicklung untersucht.

Grundlage dieses Vorhabens sind die Daten der Rostocker Längsschnittstudie, die die Entwicklung von 294 Rostocker Kindern seit ihrer Geburt 1970 mit mittlerweile 7 Erhebungswellen begleitet. Nach der Anpassung von Latenten Wachstumskurven werden univariat die Entwicklungsparameter prädiziert und als unabhängige Variablen zur Vorhersage von Entwicklungsausgängen im jungen Erwachsenenalter genutzt. Darüber hinaus werden multivariate Interdependenzen der Entwicklung in den verschiedenen Bereichen analysiert und im Kontext familiärer und sozioökonomischer Hintergrundvariablen betrachtet. Neben diesem stärker variablenorientierten Vorgehen werden die gewonnenen Erkenntnisse durch die Untersuchung von Entwicklungstrajektorien ergänzt und differenziert.

Die z.T. erhebliche interindividuelle Varianz in der Entwicklung läßt sich durch eine ganze Reihe von individuellen und kontextbezogenen Prädiktoren differenzierend aufklären. Interessanterweise finden sich auch Hinweise auf Synchronizitäten in der Entwicklung verschiedener Domänen sowie auf die Tauglichkeit von Entwicklungsparametern zur Vorhersage späterer Seelischer Gesundheit und/oder Psychopathologie.



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