Dissertation: Naturbeziehung und persönliche Entwicklung

Naturbeziehung und persönliche Entwicklung

Eine qualitative Untersuchung zur Frage des Verhältnisses von äußerer und innerer Natur

Schriften zur pädagogischen Psychologie, Band 10

Hamburg 2004, 394 Seiten
ISBN 978-3-8300-1314-3 (Print)

äußere Natur, Biographiearbeit, Gesundheitsbildung, innere Natur, Naturerleben, Ökologische Krise, Pädagogik, Selbstverwirklichung

Zum Inhalt

Als einer der Gründe für die aktuelle ökologische Krise gilt die problematische Beziehung zwischen Mensch und Natur. Doch dieser Bezug zwischen einer zerstörten äußeren Natur und physischen und psychischen Störungen der inneren Natur des Menschen sind weitgehend ungeklärt: In welchem Zusammenhang stehen innere und äußere Natur? Wie wird durch die Wahrnehmung der äußeren Natur die Wahrnehmung der inneren Natur gefördert? Welchen Einfluss hat die in Kindheit und Jugend aufgebaute Naturbeziehung auf die persönliche Entwicklung und die spätere Naturbeziehung? Welche Lernbedingungen müssen geschaffen werden, wie müssen das Umfeld, die Lerninhalte und die Methoden gestaltet sein, um die persönliche Entwicklung im Hinblick auf die Naturbeziehung günstig zu beeinflussen?

In diesem Buch wird am Beispiel von sieben Frauen aufgezeigt, wie mit Hilfe des Naturerlebens erfolgreiche Biographiearbeit geleistet werden kann. Die Arbeit entwickelt sich als praxisnahe Aktions- und Handlungsforschung im Rahmen eines Seminar, in dem die Teilnehmerinnen mit ihren persönlichen Lebensumständen im Mittelpunkt des Bildungsprozesses standen. Es zeigte sich sehr deutlich, dass Naturkontakte immer auch intensive Selbstkontakte bedeuten.

Die Natur bewusst mit allen Sinnen zu erleben schafft eine Verbindung von Innen- und Außenwelt. Dies wurde durch pädagogische Anleitungen zur Frage der gegenwärtigen, vergangenen und zukünftigen Naturbeziehung gefördert und unterstützt. Die Natur erweist sich aufgrund der vielfältigen Symbolwirkung als ein gutes Medium, das auf emotionaler Ebene persönliche Bedeutungs- und Sinnzuschreibung ermöglicht. Daraus lassen sich Schlussfolgerungen, nicht nur für die Bildungsarbeit mit Erwachsenen, sondern auch mit Kindern und Jugendlichen ziehen.



Informationen über das Veröffentlichen wissenschaftlicher Arbeiten.

nach oben