Doktorarbeit: Vermeidung von Finanz- und Währungskrisen im Zuge der Liberalisierung von Finanzsystemen

Vermeidung von Finanz- und Währungskrisen im Zuge der Liberalisierung von Finanzsystemen

- Eine Handlungsempfehlung -

Wirtschaftspolitik in Forschung und Praxis, Band 9

Hamburg 2003, 276 Seiten
ISBN 978-3-8300-1135-4 (Print)

Bankenaufsicht, Finanzkrisen, Finanzmärkte, Kapitalverkehrskontrollen, Lending Boom, Tobin-Steuer, Volkswirtschaftslehre, Währungskrisen, Wirtschaftspolitik

Zum Inhalt

In nahezu allen Ländern, die ihr Finanzsystem liberalisieren, kommt es nach der Öffnung der nationalen Finanzmärkte zu einer Finanz- und häufig auch zu einer Währungskrise. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, wirtschaftspolitische Handlungsempfehlungen zu geben, wie solche Krisen im Nachgang der Liberalisierung von Finanzsystemen vermieden werden können.

Nach einer eingehenden allgemeinen Darstellung von Finanzmärkten, den Funktionen von Finanzintermediären und den wichtigsten Modellierungsansätzen im Bereich der Behavioral Finance wird zunächst Ursachenforschung betrieben: Anhand von Empirie und Theorie von Mexiko- und Asienkrise werden diejenigen Gegebenheiten und Entwicklungen herausgearbeitet, die ursächlich für die Entstehung von Währungs- und Finanzkrisen sind. Anschließend werden die meistdiskutierten Vorschläge zur Krisenprävention detailliert dargestellt und auf ihre Tauglichkeit hin untersucht. Dabei zeigt sich, daß nur eine nachhaltige und anreizkompatible Bankenregulierung sowie in spezieller Weise ausgestaltete Kapitalverkehrsbeschränkungen zur Krisenprävention geeignet sind. Diese beiden Präventionsinstrumente werden dann in ihren konkreten Ausgestaltungsmöglichkeiten dargestellt. Dabei wird vor allem auf diejenigen Ausgestaltungsmerkmale eingegangen, die zur Vermeidung von Währungs- und Finanzkrisen erforderlich sind. Den Abschluß der Arbeit bildet eine konkrete Handlungsempfehlung, wie Länder, die ihr Finanzsystem liberalisieren wollen, das Auftreten von Krisen in diesem Prozeß vermeiden können.

Die Arbeit stützt sich auf neueste Beiträge in der einschlägigen Literatur und stellt in der Argumentation auf die wichtigsten Modellierungsansätze im Bereich von Währungs- und Finanzkrisen ab. Auch neuere Politikansätze wie das Bankenregulierungsregime, das vom Basler Ausschuß für Bankenaufsicht unter dem Stichwort Basel II diskutiert wird, werden in die Diskussion einbezogen. Empirische Betrachtungen zu Mexiko- und Asienkrise sowie zu verschiedenen Kapitalverkehrskontrollregimen runden die Arbeit ab.



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