Dissertation: Pädagogische Professionalität und schulische Organisationsentwicklung

Pädagogische Professionalität und schulische Organisationsentwicklung

Schulentwicklung in Forschung und Praxis, Band 1

Hamburg 2003, 242 Seiten
ISBN 978-3-8300-1082-1 (Print)

Erziehungswissenschaft, Lehrer-Schüler-Beziehung, Pädagogik, Professionstheorie, Schulberatung, Schulentwicklung, schulische Organisationsentwicklung

Zum Inhalt

Die Arbeit ist der Frage gewidmet, wieweit das allgemeine Konzept der Organisationsentwicklung (OE) für die Beratung von Schulen im Rahmen schulischer OE-Prozesse genutzt werden kann.

Dazu werden zunächst die essentials des OE-Konzepts herausgearbeitet. Anschließend werden Schritt für Schritt Konsequenzen diskutiert, die mit der Verwandlung des allgemeinen OE-Konzepts in ein spezielles Beratungs- und Entwicklungskonzept für Schulen verbunden sind. Dazu werden in einem ersten Schritt die Besonderheiten betrachtet, die die Schulen als Non-Profit-Organisationen auszeichnen. Ein weiterer Untersuchungsschritt gilt der Frage nach den Konsequenzen, die der Bildungsauftrag der Schulen für Schulberatung und -entwicklung hat. Schließlich wird die Frage geprüft, wieweit das Konzept von Schulberatung und -entwicklung darauf abzustellen ist, dass die Akteure in den Schulen den Status von Professionellen haben. Insbesondere die Klärung dieser Frage macht einen Schwerpunkt der Arbeit aus, da sie eine intensive Auseinandersetzung mit der professionstheoretischen Diskussion erforderlich macht, wobei sowohl die den Professionen allgemein gewidmete Diskussion verfolgt und vertieft wird als auch die speziell auf pädagogische Praxis bezogene professionstheoretische Diskussion. Die Theoriediskussion wird dabei nicht isoliert geführt. Sie wird vielmehr fortlaufend mit ausgewähltem Material von Selbst- und Fremdbeschreibungen pädagogischer Praxis konfrontiert und daran weiter konkretisiert. Auf dieser Basis kann schließlich ein professionstheoretisch fundiertes Konzept schulischer OE-Beratung entwickelt werden.

Insgesamt zeigt sich, dass vor allem die Professionstheorie für die Spezifikation des OE-Konzepts heranzuziehen ist, wenn es darum geht, für Schulberatung und -entwicklung Theorien, Konzepte und praktische Erfahrungen der allgemeinen OE zu nutzen. Nur auf dieser Basis lässt sich ein hinreichend differenziertes Bild der Schule als Organisation und der darin tätigen Akteure gewinnen; nur so erwirbt der OE-Berater das Vermögen, hinreichend kompetent und differenziert mit dem Beratungsfeld Schule umzugehen. Das gilt sowohl für seine Diagnosen als auch für seine Interventionen, insbesondere wenn letztere Strukturdeutungen der pädagogischen Praxis beinhalten.



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