Doktorarbeit: Kapitalmangel, Kapitalmarkteffizienz und Beschäftigung

Kapitalmangel, Kapitalmarkteffizienz und Beschäftigung

Schriftenreihe volkswirtschaftliche Forschungsergebnisse, Band 79

Hamburg 2002, 242 Seiten
ISBN 978-3-8300-0803-3 (Print)

Aktienmarkt, Anleihemarkt, Beschäftigungsentwicklung, Finanzsystem, Innovationsverhalten, Investitionsverhalten, Kapitalallokation, USA, Venture Capital-Markt, Volkswirtschaftslehre

Zum Inhalt

Die anhaltend schlechte Beschäftigungssituation in Deutschland bildet den Ausgangspunkt der Arbeit. Während in der wissenschaftlichen Diskussion Ursachenerforschung und Therapievorschläge weit fortgeschritten sind, mangelt es an einer gezielten politischen Umsetzung entsprechender Maßnahmen. Eine umfassende Deregulierung und Flexibilisierung des Arbeitsmarktes ist gegen die Interessen einzelner gesellschaftlicher Gruppen offensichtlich nicht durchsetzbar. Vor diesem Hintergrund versucht die Arbeit einen anderen Ansatz zu wählen, indem indirekte Ansätze zur Verbesserung der Beschäftigungsentwicklung gesucht werden. Der Einfluß des Kapitalmarktes ist dabei in der Literatur im Zusammenhang mit der Beschäftigung bislang kaum beachtet worden.

Hierauf aufbauend wird untersucht, inwieweit die institutionelle Ausgestaltung des Finanzsystems die Kapitalmarkteffizienz, d.h. die Allokationsleistung des Kapitalmarktes beeinflußt. In hochentwickelten Volkswirtschaften wie Deutschland stellt die quantitative Dimension der Kapitalmobilisierung keinen gravierenden Engpaß dar. Trotzdem kommt es aber zu einer teilweise unzureichenden Kapitalversorgung bei bestimmten Unternehmen (Kapitalmangel), die auf einer zu geringen Allokationsleistung beruhen kann. Das Ziel der Arbeit ist eine umfassende Analyse der Kapitalmarkteffizienz in den USA und in Deutschland und eine Betrachtung der Rückwirkungen auf die Beschäftigung.

Im Mittelpunkt steht die Frage, inwieweit die institutionelle Struktur des Kapitalmarktes zu einer effizienten Kapitalallokation beiträgt und welche Auswirkungen unterschiedliche strukturelle Ausgestaltungsformen auf die Beschäftigungsentwicklung haben. Diese Verknüpfung wird im Rahmen der Arbeit sorgfältig herausgearbeitet.

Die Arbeit kommt auf der Basis eines umfassenden Vergleichs zu dem Ergebnis, daß der US-amerikanische Kapitalmarkt als elastischer anzusehen ist. Dies gilt sowohl für den Aktien- und Anleihemarkt als auch für den Venture Capital-Markt. Gerade von diesen Kapitalmarktsegmenten gehen aber wichtige Impulse für die Schaffung von Beschäftigungspotentialen aus, da sie das Investitions- und Innovationsverhalten und damit den Strukturwandel einer Volkswirtschaft beeinflussen. Hierin könnte ein Schlüssel für den Einfluß der Kapitalmarkteffizienz auf die Beschäftigungsentwicklung liegen.



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