Dissertation: Der hypothetische Inzidentprozeß bei der Regreßhaftung des Anwalts

Der hypothetische Inzidentprozeß bei der Regreßhaftung des Anwalts

Die Haftung des Prozeßanwalts und ihre Abhängigkeit von der „richtigen“ gerichtlichen Entscheidung

Schriftenreihe des Instituts für Anwalts- und Notarrecht der Universität Bielefeld, Band 9

Hamburg 2002, 190 Seiten
ISBN 978-3-8300-0794-4 (Print)

Rezension

[... dass die Arbeit] insbesondere den Spezialisten des Anwaltshaftungsrechts und dem an Vertiefung interessierten Rechtsanwalt ansprechen wird. Die gewonnenen Ergebnisse vermögen zu überzeugen und bewegen sich in weiten Strecken auf den vom BGH vorgezeichneten Wegen.

Matthias Kilian, in:
Anwaltsblatt, AnwBl 3/2004

Anwaltshaftung, Anwaltsregress, Beweislastverteilung, Differenzhypothese, rechtmäßiges Alternativverhalten, Rechtswissenschaft

Zum Inhalt

Mit dem Buch Der hypothetische Inzidentprozeß bei der Regreßhaftung des Anwalts wird ein Thema aufgegriffen, das Rechtsprechung und Literatur immer wieder beschäftigt hat.

Es betrifft ein Problem aus dem Bereich der Anwaltshaftung. Es geht um die Frage, wie ein Prozeß entschieden worden wäre, wenn der Anwalt sich pflichtgemäß verhalten hätte. Nur wenn dem Anwalt vorgeworfen werden kann, daß der Prozeß bei pflichtgemäßem Verhalten gewonnen worden wäre, kann in der Regel eine Schadensverursachung angenommen werden.
Im Rahmen des Anwaltsregresses muß dieser Prozeß folglich nachvollzogen werden.

Wie wirkt es sich aber aus, wenn das Regreßgericht zu einer Rechtsfrage eine andere Auffassung vertritt als das Gericht des Vorprozesses? Von welcher Tatsachengrundlage hat das Regreßgericht bei seiner Entscheidung über den Schadensersatzanspruch gegen den Anwalt auszugehen? Welche Beweise kann bzw. muß das Regreßgericht erheben? Welche Verfahrensvorschriften hat das Regreßgericht zu beachten?

Diese Fragen werden in Rechtsprechung und Literatur unterschiedlich beantwortet. Der Verfasser versucht in seiner Arbeit anhand allgemeiner schadensersatzrechtlicher Grundsätze einen Lösungsweg aufzuzeigen, der sowohl die materiellrechtliche als auch die verfahrensrechtliche Seite des Problemkreises betrifft.



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