Doktorarbeit: Zur Beurteilung der Ausschüttungspolitik börsennotierter Gesellschaften aus Aktionärssicht

Zur Beurteilung der Ausschüttungspolitik börsennotierter Gesellschaften aus Aktionärssicht

Eine Analyse der Vermögenswirkungen von Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufen

Finanzmanagement, Band 8

Hamburg 2002, 664 Seiten
ISBN 978-3-8300-0711-1 (Print)

Ausschüttungen, Betriebswirtschaftslehre, Corporate Finance, Investments, Kapitalmärkte, Neoinstitutionalismus, Neoklassik, Vermögenswirkungen

Zum Inhalt

Wie hoch sollte die Dividendenzahlung einer Börsengesellschaft ausfallen? Sollte eine Aktiengesellschaft die ausschüttbaren Finanzmittel statt für eine Dividendenzahlung lieber für einen Aktienrückkauf verwenden? Welche Einflußgrößen determinieren die Ausschüttungsentscheidungen des Managements? Handelt das Management bei der Festlegung der Höhe und Art der Ausschüttung im Sinne der Anteilseigner der Gesellschaft?

Seit über 40 Jahren beschäftigen sich Finanzökonomen weltweit intensiv mit solchen und ähnlichen Fragen rund um die Ausschüttungspolitik börsennotierter Aktiengesellschaften. Als Ergebnis der umfangreichen theoretischen und empirischen Forschung läßt sich eine häufig hinsichtlich der Perspektiven, der Methoden und der Ergebnisse heterogene Vielzahl von Einzelansätzen konstatieren.

Vor diesem Hintergrund greift die vorliegende Arbeit die Perspektive der Aktionäre auf und geht konsequent der Frage nach, welche Vermögenswirkungen beim Aktionär mit der Ausschüttungspolitik verbunden sind. Berücksichtigung finden dabei die Höhe der Ausschüttung sowie die Form, wobei einerseits Dividendenzahlungen und andererseits Aktienrückkäufe betrachtet werden. Hinsichtlich der Vermögenswirkungen wird u.a. zwischen dem durch die Ausschüttung induzierten Finanzmittelzufluß beim Aktionär selbst sowie den Konsequenzen der Ausschüttung auf die Marktbewertung der gehaltenen Anteile unterschieden. Beides gemeinsam ergibt den Gesamtvermögenseffekt einer Ausschüttung.

Das systematische Vorgehen der Untersuchung ermöglicht es, die vielfältigen, bisher nebeneinander stehenden Einzelansätze, die sich grob der (erweiterten) Neoklassik und dem Neoinstitutionalismus zuschreiben lassen, in den Gedankengang einfließen zu lassen. Durch das explizite Herausarbeiten der divergierenden Prämissen und Folgerungen gelingt es, Zusammenhänge aufzuzeigen sowie die scheinbar bestehenden Widersprüche in der bisherigen Forschung aufzulösen. Insgesamt liegt damit ein integrativer Ansatz zur Ausschüttungspolitik vor, der nicht nur Transparenz bezüglich des Status Quo der Forschung schafft, sondern der diesen auch kritisch würdigend weiter entwickelt. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sind sowohl für den an der Ausschüttungspolitik interessierten Finanzökonomen als auch die mit Dividenden- und Aktienrückkaufentscheidungen befaßten Organe einer Aktiengesellschaft sowie deren Anteilseigner von hohem Interesse.



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