Forschungsarbeit: Streitbare Demokratie und politische Bildung

Streitbare Demokratie und politische Bildung

Grundlagen und Bauelemente eines normativ-pädagogischen Konzepts

POLITICA – Schriftenreihe zur politischen Wissenschaft, Band 51

Hamburg 2003, 252 Seiten
ISBN 978-3-8300-0701-2 (Print)

Bürgerkompetenzen, Bürgerleitbild, Demokratie, Demokratie-Lernen, Demokratische Erziehung, Pädagogik, Politikwissenschaft, Politische Bildung, Streitbare Demokratie

Zum Inhalt

Die fachdidaktische Diskussion hat gerade in den letzten Jahren eine Flut von Publikationen zu Fragen der Demokratieerziehung, des „Demokratie Lernen(s)“ (Himmelmann, 2001), der „Demokratischen Bildung“ (Herdegen, 2001), zur (demokratischen) „Werte-Bildung“ (Reinhardt, 1999) hervorgebracht. Für die scientific community der politischen Bildung hat zuletzt die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg eine Tagung zum Thema „Demokratie-Lernen als Aufgabe der politischen Bildung“ (Breit/Schiele 2002) abgehalten. Auch in den Bezugswissenschaften der Politikdidaktik, vor allem in den Erziehungswissenschaften, sind zum Verhältnis von „Erziehung und Demokratie“ (Koch u.a. 1995) und zu Fragen der „Wertorientierung im Pluralismus“ (Fees, 2000) einschlägige Arbeiten vorgelegt worden. In diesem Zusammenhang wurde auch der „Rückkehr des Bürgers in die politische Bildung“ (Breit/Massing, 2001) Aufmerksamkeit geschenkt. Intensiviert wurde dabei das Nachdenken über die Frage, welche Anforderungen an seine Demokratiekompetenz zu richten wären (Detjen, 1999).

Was bisher nicht geleistet wurde, ist eine Spezifikation der Untersuchungen und Studien, die die verfassungspolitische Konzeption des Grundgesetzes, die in dem Begriff der streitbaren Demokratie zum Ausdruck kommt, in den Blick nimmt, um von der rechtlichen und politischen Bedeutung dieser Konzeption her das Verhältnis von streitbarer Demokratie und politischer Bildung näher zu bestimmen.

Dieser Aufgabe widmet sich diese Studie. Sie skizziert Konturen einer Theorie politischer Bildung der streitbaren Demokratie, in deren Mittelpunkt eine Analyse der Bedeutung der Erziehungsziele für die Praxis steht. Daraus entwickelte Grundzüge eines pädagogisch-normativen Konzepts sollen zeigen, dass eine adäquate Begegnung mit dem pädagogischen Paradoxon der „Erziehung zur Demokratie“ nur durch reflexive Bearbeitung einer demokratischen Praxis politischer Bildung gelingen kann, die sich ihrer eigenen Existenzbedingungen bewusst wird.



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