Lebenserinnerung: 1927ff.: Ein Weg durch Welten

1927ff.: Ein Weg durch Welten

Erinnerungen * Reflexionen

Lebenserinnerungen, Band 49

Hamburg 2002, 384 Seiten
ISBN 978-3-8300-0662-6 (Print)

Auswanderung Australien, Autobiografie, Drittes Reich, Hochschullehrer, Kriegsgefangenschaft, Lebenserinnerungen, Luftwaffenhelfer, Universitätsrektor Kiel

Zum Inhalt

Es wird über Leben und Lebensabschnitte eines Angehörigen des Jahrgangs 1927 berichtet: Zunächst die Zeit des „Dritten Reiches“ mit Besuch der Volksschule und des Gymnasiums in Berlin sowie der Dienst als Luftwaffenhelfer, Soldat mit Kriegsgefangenschaft und Flucht aus der Gefangenschaft. Es folgen die Nachkriegszeit mit Studium in Berlin sowie Promotion in Freising bei München und der Anstellung als Wissenschaftler an einer Forschungsanstalt.

Die ungünstigen Lebensverhältnisse und Arbeitsbedingungen in Deutschland führten zur Auswanderung der Familie nach Australien und dort zur Tätigkeit als Wissenschaftler. Nach einigen Jahren Aufenthalt in Australien kehrte die Familie nach Deutschland zurück.
Der Autor habilitierte sich an der Universität Hohenheim und wurde anschließend auf einen Lehrstuhl an der Universität Kiel berufen.
Neben den Aufgaben in Forschung und Lehre wurden in der Selbstverwaltung der Universität die Ämter eines Dekans und Rektors der Universität wahrgenommen.

Die Erinnerungen des Autors sind persönlich gehalten, werden aber in das politische und gesellschaftliche Geschehen der jeweiligen Lebensabschnitte einbezogen; sie spiegeln die geschichtlichen Vorgänge wider, wie z.B. das „Dritten Reich“ mit Jungvolkdienst aber auch Pogrom 1938, Fronteinsatz, Zusammenbruch 1945 und die unmittelbare Nachkriegszeit.
Es folgen die Jahre der sich normalisierenden Lebensbedingungen in Deutschland und die gesellschaftlichen Veränderungen in einem demokratischen Deutschland, z.B. 68er-Ereignisse und Entwicklungen an deutschen Universitäten. Ergänzt werden die Erinnerungen durch reflektierende Betrachtungen - im Druck kenntlich gemacht -, in denen zu diesen Ereignissen aus der Gesamtheit der Lebenserfahrungen des Autors Stellung genommen wird.

Ein roter Faden der Erinnerungen ist die Suche nach einem Standpunkt, von dem aus das „Dritte Reich“ mit seinen moralischen Verwerfungen zu beurteilen ist. Bereits für die Zeit als Schüler, Luftwaffenhelfer, Soldat und Kriegsgefangener wird über die Einstellung zu den Lebensbedingungen unter der Herrschaft der Nationalsozialisten berichtet. Die Aufarbeitung des „Dritten Reiches“ in der Nachkriegszeit wird behandelt; hierbei wird auch auf die sehr unterschiedlichen Einstellungen und Auffassungen, die diese Aufarbeitung in den Jahrzehnten nach dem Zusammenbruch bis zum heutigen Tag bestimmen, Bezug genommen.



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