Dissertation: Aktivitätsmuster von Kindern und Jugendlichen in ihrer städtischen Wohnumwelt

Aktivitätsmuster von Kindern und Jugendlichen in ihrer städtischen Wohnumwelt

dargestellt anhand zweier Fallstudien im Stadtteil Hamburg-Jenfeld. Partizipatorische Planung als Grundlage zur Berücksichtigung wohnumweltbezogener Bedarfe

Studien zur Stadt- und Verkehrsplanung, Band 2

Hamburg 2002, 257 Seiten
ISBN 978-3-8300-0580-3 (Print)

Fallstudien, Freiraumverhalten, Großsiedlungen, Hamburg-Jenfeld, Kinder und Jugendliche, Partizipation, Politikwissenschaft, Raumwahrnehmung, Stadtplanung, Wohnbedingungen, Wohnumfeldgestaltung

Zum Inhalt

Diese Arbeit dokumentiert im Rahmen zweier Fallstudien das (Frei-)Raumverhalten von Kindern und Jugendlichen. Hierbei wird der Blick insbesondere auf die Wohnumwelt gerichtet, da diese eine maßgebliche Bedeutung für Kinder und Jugendliche hat.

In den letzten Jahren stand die Wohnumwelt im Mittelpunkt der öffentlichen sowie der wissenschaftlichen Diskussion um bereichernd oder beschränkend auf das (Frei-)Raumverhalten von Kindern und Jugendlichen wirkende Faktoren.
Die Arbeit setzt sich auf theoretischer Ebene mit grundlegenden Standpunkten der hierüber geführten Diskussion auseinander und betrachtet diese im Hinblick auf entwicklungsabhängige Modalitäten kind- und jugendspezifischer (Frei-)Raumnutzungen.

Ein wesentliches Kriterium stellt der hiermit im Zusammenhang stehende Aspekt alters- und geschlechtsabhängiger Aneignungsmuster sowie Bedarfsstrukturen dar, wobei (Frei-)Raumverhalten auf praktischer Ebene nicht allein unter der physischen Dimension von Umwelt betrachtet wird, sondern das soziale Bezugssystem mit seinen Interaktionsprozessen als Einflussgröße hinterfragt.

(Frei-)Raumkonzepte wurden von Erwachsenen entworfen und orientieren sich demzufolge vorwiegend an deren Erfordernissen; Kinder und Jugendliche haben sich in solche (Frei-)Raumkontexte, die bestimmte Bereich für sie vorhalten, einzuordnen. Hierin ist erkennbar, dass bisherige (Frei-)Raumplanungen durch wenig ganzheitliche Betrachtungen geprägt waren.
Flächen, die Kindern und Jugendlichen zugewiesen werden, sind an rechtlich festgelegten Mindestanforderungen und ebenso gesicherten Standards ausgerichtet; sie entsprechen kind- und jugendspezifischen Bedarfen in der Regel nicht. Künftige (Frei-)Raumplanungen müssen sich stärker an Kindern und Jugendlichen orientieren, was deren Beteiligung hieran zu einer unabdingbaren Prämisse werden lässt.

Die bundesdeutsche Gesetzgebung regelt die Berücksichtigung der (Frei-)Raumbedarfe von Kindern und Jugendlichen in der städischen Planung ebenso wie deren Beteiligung am Planungsprozess, wobei die jeweiligen Bestimmungen der Bundesländer zur Umsetzung bestehender Vorgaben dienen. Hierauf Bezug nehmende Gesetzes- und Regelwerke der Freien und Hansestadt Hamburg werden eingehend dargestellt und erläutert, um Mitsprache- und Mitentscheidungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen zu verdeutlichen. Weiterhin werden Grundsätze zur Initiierung und Konzipierung sowie zur Realisierung von Beteiligungsverfahren, die sich an Kinder und Jugendliche richten, formuliert.



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