Doktorarbeit: Ich will, was ich war, werden

Ich will, was ich war, werden

Die autobiographische Trilogie von Elias Canetti

POETICA – Schriften zur Literaturwissenschaft, Band 62

Hamburg 2002, 282 Seiten
ISBN 978-3-8300-0531-5 (Print/eBook)

Autorbiographie, Berlin, Erinnerungen, Identitätsproblematik, Judentum, Jüdische Geschichte, Jüdische Kultur, Literaturwissenschaft, Multikulturalität

Zum Inhalt

Gegenstand des Buches ist die autobiographische Trilogie von Elias Canetti (1905 - 1994). Obwohl „Die Blendung“, der erste Roman dieses deutschsprachigen Schriftstellers jüdischer Herkunft, schon 1935 veröffentlicht wurde, setzt die Rezeption seiner Werke erst in den letzten zwei Jahrzehnten, vor allem nach der Verleihung des Literaturnobelpreises an Canetti im Jahr 1981, ein.

Canettis autobiographische Trilogie stellt zugleich den dichterischen Werdegang des Schriftstellers und das kulturelle Leben dar, in dessen Kontext er das Bewusstsein seiner schriftstellerischen Aufgabe entwickelt. Zwischen 1977 und 1985 erschienen, fand die Trilogie eine intensive Rezeption in der Literaturkritik, darunter z. B. von M. Reich-Ranicki, doch wurden bisher lediglich die einzelnen Bände oder nur bestimmte Aspekte analysiert.

Diese Dissertation stellt einen Versuch dar, das autobiographische Werk von E. Canetti in seiner Gesamtheit und im Zusammenhang mit der Epoche, von der die drei Bände berichten, zu erforschen. Es werden mehrere Ebenen betrachtet: Canettis Darstellung seines Lebens und der Entwicklung der eigenen Kreativität, die Widerspiegelung der ästhetischen, philosophischen und moralischen Ansichten in der Autobiographie, das Bild des kulturellen Betriebs der Epoche, die Einstellung des Schriftstellers zu seiner Identität und zu seinen sozialen Rollen. Gleichzeitig wird die Aufmerksamkeit den typischen Schwerpunkten einer Autobiographie gewidmet. Von großer Bedeutung ist auch das Prinzip der Multikulturalität, welches im Oeuvre des polyglotten und kosmopolitischen Canetti eine grundlegende Rolle spielte.



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