Dissertation: Juckreiz-Kognitionen, Belastungen und krankheitsbezogene Erwartungen bei der Atopischen Dermatitis im Kindes- und Jugendalter

Juckreiz-Kognitionen, Belastungen und krankheitsbezogene Erwartungen bei der Atopischen Dermatitis im Kindes- und Jugendalter

Studienreihe psychologische Forschungsergebnisse, Band 65

Hamburg 2000, 272 Seiten
ISBN 978-3-8300-0140-9 (Print)

Atopische Dermatitis, Belastungen bei chronischen Erkrankungen, Hautkrankheit, Juckreiz-Kognitionen, Neurodermitis, Psychologie

Zum Inhalt

Von den Atopischen Dermatitis (Neurodermits) betroffen zu sein, bedeutet für das Kind und den Jugendlichen, sich in Alltagssituationen wie zum Beispiel bei der Kleidungswahl oder bei Freizeitaktivitäten kontinuierlich mit dieser Hauterkrankung auseinandersetzen zu müssen und nach den individuellen Bedürfnissen der eigenen Haut zu leben. Die Erkrankung manifestiert sich gut sichtbar für andere, so dass die Betroffenen neben der Bewältigung der rein körperlichen Symptome über schwere soziale Anforderungen berichten. Insgesamt handelt es sich um eine Hauterkrankung bei der hauptphysiologische, genetische und neurovegetative Besonderheiten zu beachten sind. Psychischen Einflüssen wird bei der Auslösung und Verstärkung der Krankheit eine wichtige Rolle beigemessen.

Das vorliegende Buch bietet eine umfassende Darstellung des aktuellen Forschungsstandes zur Atopischen Dermatitis des Kindes- und Jugendalters. Besonders herausgearbeitet werden dabei die Funktionen des Juckreizes, die psychosozialen Belastungen der jungen Betroffenen und ihrer Eltern sowie die Rolle des behandlungsförderlichen Verhaltens für den Krankheitsverlauf.

Erstmalig werden in dieser Arbeit systematisch Gedanken untersucht, welche Kindern und Jugendlichen zwischen 9 bis 15 Jahren spontan beim Erleben von Juckreiz durch den Kopf gehen. Mit dem Ziel, ein wertvolles Diagnostik Instrument für die Planung sowie Qualitätssicherung therapeutischer Maßnahmen zu schaffen, wird hierauf aufbauend ein Fragebogen zu Juckreiz-Kognitionen für Kinder und Jugendliche entwickelt.

Außerdem werden krankheitsbezogene Einschätzungen und Erwartungen als Bestimmungsgrößen behandlungsförderlichen Verhaltens fokussiert und systematische Ergebnisse zu der Frage vorgestellt, wie langfristig das persönliche Engagement der Patienten im Rahmen der Therapie gestärkt werden kann. Die Ergebnisse bauen das Verständnis für psychische Wirkfaktoren bei der Atopischen Dermatitis aus und treiben die Entwicklung von theoretisch fundierten Konzepten für die Versorgung voran.



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