: Zum PartGG und seiner Bedeutung für die Berufsgruppe der Rechtsanwälte

Zum PartGG und seiner Bedeutung für die Berufsgruppe der Rechtsanwälte

Studien zur Rechtswissenschaft, Band 63

Hamburg 1999, 397 Seiten
ISBN 978-3-8300-0057-0 (Print)

Berufsausübungsgesellschaft, Haftungsbeschränkung, Haftungskonzept, Partnerschaftsgesellschaft, Partnerschaftsgesellschaftsgesetz, Partnerschaftsgesetz, Personengesellschaft, Rechtsanwaltsgesellschaft, Rechtswissenschaft

Zum Inhalt

Die in weiten Teilen der Wirtschaft herrschende Fusionseuphorie hat in den letzten Jahren auch die freien Berufe und zwar vor allem die Berufsgruppe der Rechtsanwälte erfasst.

Befreit von den Fesseln eines von vielen Rechtsanwälten seit Jahrzehnten als zu restriktiv empfundenen Berufsrechts ist es in Deutschland zu einer Entwicklung gekommen, wie sie bisher vor allem aus dem angloamerikanischen Rechtsraum bekannt war. Nach dem Motto „Größe zieht Mandate an“ organisieren sich Rechtsanwälte in immer größeren Einheiten. Zusammenschlüsse mit 100 und mehr Rechtsanwälten sind mittlerweile auch in Deutschland keine Seltenheit mehr.

Hauptgrund für dieses Fusionsfieber ist vor allem der Wettbewerbsdruck, den die Anwaltschaft aus verschiedenen Richtungen zu spüren bekommt und der sich in erster Linie aus der immer stärker steigenden Zahl zugelassener Rechtsanwälte, der Besetzung anwaltlicher Betätigungsfelder durch die großen Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften sowie aus der mit der Globalisierung einhergehenden Internationalisierung des Rechtsberatungsmarkts herleiten lässt. Mit dem sich verstärkenden Trend zur organisierten Zusammenarbeit kommt der Wahl der Rechtsform für solche Zusammenschlüsse eine erhebliche Bedeutung zu. Dies ist auch dem Gesetzgeber nicht verborgen geblieben, der mit dem Partnerschaftsgesellschaftsgesetz den freien Berufen eine Sondergesellschaftsform zu Verfügung gestellt hat, deren Notwendigkeit gerade im anwaltlichen Bereich außerordentlich kontrovers diskutiert wird.

Diese Arbeit greift diese Diskussion auf und versucht, die Bedeutung der Sondergesellschaftsform der Partnerschaft für die Profession der Rechtsanwälte zu klären. Unter Berücksichtigung neuerer berufsrechtlicher Entwicklungen wird hierbei auf die Interdependenz zwischen anwaltlichem Berufs- und Gesellschaftsrecht ebenso eingegangen wie auf die wichtige Frage der Haftung unter dem Aspekt, ob die Partnerschaft in diesem Bereich für Rechtsanwälte Vorteile bietet, die einen Zusammenschluss in dieser Gesellschaftsform nahe legen. Die Arbeit stellt damit einen Beitrag zu einem hochaktuellen und praxisrelevanten Thema dar.



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