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Der "Subjektive Intensitäts-Score" (SIS): ein neues Schmerzmeßinstrument

Validierung eines neuen Schmerzmeßinstruments und dessen Beitrag zur Erklärung der Variabilität von postoperativem Schmerzverhalten

Studienreihe psychologische Forschungsergebnisse, Band 57

Hamburg 1999, 183 Seiten
ISBN 978-3-8300-0050-1 (Print)

postoperativer Schmerz, Psychologie, Schmerzmessinstrument, Schmerzmessung, Schmerzverhalten, SIS, Subjektiver Intensitäts-Score, subjektive Schmerzintensität, VAS

Zum Inhalt

Die Arbeit untersucht, inwieweit verschiedene Schmerzmessinstrumente zur Erklärung der inter-individuellen Variation des Analgetikaverbrauchs einen nützlichen Beitrag liefern. Der Analgetikaverbrauch kann im Unterschied zum Schmerzempfinden als Maß für das postoperative Schmerzverhalten angesehen werden und wird in dieser Arbeit durch das Anforderungsverhalten von Analgetikadosen (=Boli) während der patientenkontrollierten Analgesie operationalisiert. Um Patienten mit unterschiedlichem Analgetikaverbrauch vergleichen zu können, wird eine Population von 60 Patienten nach einer laparoskopischen Cholezystektomie entsprechend ihres Anforderungsverhaltens von Analgetikadosen in Medikamentenhochdosierer und Medikamentenniedrigdosierer unterteilt.

Das erste Ziel der Arbeit besteht in der psychometrischen Untersuchung des subjektiven Intensitäts-Score (SIS) als ein Instrument zur Erfassung der vom Patienten wahrgenommenen Veränderung der subjektiven Schmerzintensität. In diesem Zusammenhang werden Aussagen zur Reliabilität, Sensitivität und Validität dieses Verfahrens sowie zur Verteilungsform der SIS-Daten getroffen.

Zweitens analysiert der Autor, ob sich Unterschiede im Schmerzverhalten zwischen Medikamentenhochdosierern und Medikamentenniedrigdosierern auch in anderen prä- und postoperativen Schmerzmaßen abbilden (Vergleich der Gruppen anhand der Werte von SIS, VAS, MSS; Wahrnehmungs-, Schmerz- und Toleranzschwelle).

Drittens untersucht die Arbeit, inwieweit das unterschiedliche Schmerzverhalten von Medikamentenhochdosierern und Medikamentenniedrigdosierern einhergeht mit prä- und postoperativen Unterschieden hinsichtlich psychologischer Variablen wie z.B. Angst, Befinden, Persönlichkeit und Vigilanz.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass der SIS hochsensitiv gegenüber Veränderungen der Schmerzintensität ist. Somit erweist er sich als ökonomisches Instrument zur Erfassung der subjektiven Einschätzung von Veränderungen der Schmerzintensität und scheint gut geeignet zu sein, um in Studien zum postoperativen Schmerz prozessbegleitend Daten zu gewinnen.



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