Dissertation: Die Liebe ist das Gute. Eine Untersuchung der Grundlagen und der Grundlegung christlicher Ethik bei Wilhelm Lütgert

Die Liebe ist das Gute. Eine Untersuchung der Grundlagen und der Grundlegung christlicher Ethik bei Wilhelm Lütgert

Ethik in Forschung und Praxis, Band 21

Hamburg 2019, 382 Seiten
ISBN 978-3-339-11132-6 (Print), ISBN 978-3-339-11133-3 (eBook)

Adolf Schlatter, Christliche Ethik, Deskriptive Ethik, Ethik, Evangelische Theologie, Geist Gottes, Greifswalder Schule, Gute, Johannes Fischer, Liebe, Opfer, Schöpfungsoffenbarung, Schöpfungsordnung, Systematische Theologie, Theologische Ethik, Wilhelm Lütgert

Zum Inhalt

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Kann eine christliche Ethik allein auf der Grundlage der Liebe und des Liebesgebots formuliert werden? Für die ethische Diskussion, in der eine auf vernünftigen Begründungen beruhende normative Ethik auf die Forderung nach Einbeziehung personaler und pneumatischer Dimensionen in die Entscheidungsfindung trifft, leistet die vorliegende Untersuchung einen Beitrag zur Klärung des Verhältnisses von Verstand und Gefühl. Der Autor unterzieht die wenig rezipierte „Ethik der Liebe“ des evangelischen Neutestamentlers und Systematikers Wilhelm Lütgert (1867-1938) von 1938 einer tief gehenden Analyse und zeigt dessen personalistisch-offenbarungstheologischer Ansatz zur Grundlegung christlicher Ethik auf. Ausgehend von schöpfungstheologischen Grundlagen erweist sich bei Lütgert die Liebe Gottes als die einheitsstiftende Macht, durch die Geist und Natur auf einander bezogen und in der Ethik soteriologische sowie pneumatologische Aspekte theozentrisch integriert werden können. Johannes Zeisset zeichnet überzeugend nach, wie Lütgert das Reich Gottes, die Begriffe „Opfer“ und „Kampf“, Individualität und Sozialität des Menschen sowie die ethische Subjektivität des Menschen im Zusammenhang mit dem Handeln Gottes von dem einen Bezugspunkt der Liebe her bestimmt und hieraus Linien zur ethischen Orientierung entfaltet. Dabei werden in besonderer Weise die Parallelen der Lütgert‘schen Ethik zur Konzeption einer deskriptiv-hermeneutischen Ethik bei Johannes Fischer dargelegt, wodurch sich neue Perspektiven auf Lütgerts Ethik eröffnen. Die Untersuchung zeichnet sich durch eine profunde Kenntnis des umfangreichen Werks Wilhelm Lütgerts aus und bezieht neben systematischen und ethischen Schriften auch dessen exegetische und geistesgeschichtliche Arbeiten mit ein. Dadurch stellt sie neben ihrem Beitrag zur gegenwärtigen Diskussion um die Grundlegung einer christlichen Ethik auch eine hervorragende Einführung in das theologische Denken Wilhelm Lütgerts dar und richtet sich sowohl an den Fachtheologen als auch an den interessierten Laien.



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