Dissertation: Die Entwicklung der betreuungsrechtlichen Institutionen

Die Entwicklung der betreuungsrechtlichen Institutionen

Studien zur Rechtswissenschaft, Band 512

Hamburg 2019, 270 Seiten
ISBN 978-3-339-10892-0 (Print), ISBN 978-3-339-10893-7 (eBook)

BEOPS, Betreuungsbehörde, Betreuungsrecht, betreuungsrechtliche Institutionen, Betreuungsverein, Betreuungswesen, Grundrechte, Rechtswissenschaft, Subsidiaritätsprinzip

Zum Inhalt

Ebru Yildirim analysiert das Betreuungswesen im Lichte des Subsidiaritätsprinzips. Die Betreuung stellt eine soziale Daseinsvorsorgeleistung des Staates gegenüber dem Betroffenen dar. Als solche setzt sie sich aus zwei Komponenten zusammen: der rechtlichen Betreuung und sozialarbeiterischen Aspekten.

Die Autorin skizziert die Entwicklung der betreuungsrechtlichen Institutionen, begonnen im römischen Recht, chronologisch fortschreitend bis zu den ersten vereinheitlichenden partikularrechtlichen Kodifikationen im 18. und 19. Jahrhundert sowie der Entstehung des Bürgerlichen Rechts von 1900 mit einer umfassenden Darstellung der heutigen Regelungen. Dabei bleibt immer die Frage nach einer subsidiären gesellschaftlichen Regelungsmöglichkeit im Fokus.

Einen Schwerpunkt bildet die Darstellung der aktuellen betreuungsrechtlichen Institutionen: auf staatlicher Seite das Betreuungsgericht sowie die Betreuungsbehörde und auf der gesellschaftlichen Seite der Betreuungsverein, der (ehrenamtlichen sowie Berufs-) Betreuer sowie die Vorsorgevollmacht. Durch diese Institutionen soll der Staat seinen Mitgliedern im Rahmen der rechtlichen Betreuung den Schutz der Selbstbestimmung in Ausübung der wohlfahrtsrechtlichen Fürsorge gewährleisten. Analysiert wird anhand des Gesetzes zur Stärkung der Funktionen der Betreuungsbehörde und den verwirklichten Modellprojekten, ob der Gesetzgeber den Betreuungsverein nicht als Eingangsinstanz ausgestalten sollte.

Dargestellt werden in diesem Zusammenhang zudem die Finanzierung des Betreuungswesens sowie die statistische Entwicklung.



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