Doktorarbeit: Alltagsrelevantes Gesundheitswissen

Alltagsrelevantes Gesundheitswissen

Definition, Analysen und Operationalisierung durch die Entwicklung eines facettierten Fragebogens

Schriftenreihe Gesundheitswissenschaften, Band 27

Hamburg 2019, 292 Seiten
ISBN 978-3-339-10782-4 (Print), ISBN 978-3-339-10783-1 (eBook)

Alltagsrelevantes Gesundheitswissen, Facettentheorie, Facettierte Modelle, Fragebogen, Fragebogenentwicklung, Gesundheitskompetenz, Gesundheitsprävention, Gesundheitspsychologie, Gesundheitsverhalten, Gesundheitswissen, Gesundheitswissenstest, Health literacy, Psychologie, Testkonstruktion

Zum Inhalt

Das Konstrukt Gesundheitskompetenz beinhaltet die Fähigkeiten und Fertigkeiten, die im Alltag Handlungen ermöglichen, welche sich positiv auf die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden auswirken. Ein Konstrukt, das als Kernelement der Gesundheitskompetenz gilt und das in nahezu allen unterschiedlichen Gesundheitskompetenzmodellen enthalten ist, ist das Gesundheitswissen. Trotz seiner Bedeutung als eine zentrale Variable in den Modellen der Gesundheitskompetenz und somit auch der Gesundheitspsychologie ist das Gesundheitswissen erstaunlicherweise ein bis zu diesem Zeitpunkt unzureichend operationalisiertes und kaum systematisch erschlossenes Konstrukt der Gesundheitspsychologie. In der Literatur wird bezüglich des Gesundheitswissens teils von Krankheitswissen, teils von allgemeinem, verbalem oder spezifischem Wissen geschrieben. Es bleibt jedoch diffus, was genau mit dem Konstrukt erfasst wird. Ebenso fehlte ein deutsches, validiertes und reliables Messverfahren des allgemeinen Gesundheitswissens.

Die Studie widmet sich daher dem Konstrukt Gesundheitswissen und seiner Operationalisierung in Form eines Testverfahrens. Es wurde eine operationale Definition des Gesundheitswissens erstellt, eine Verortung im gesundheitspsychologischen und wissenstheoretischen Bereich vorgenommen und als zentraler Teil der Untersuchung ein Fragebogen zur Messung des Gesundheitswissens entwickelt. Die rationale Testkonstruktion erfolgte anhand von induktiven und deduktiven Methoden. Zentrales Element der Testkonstruktion war ein facettiertes hierarchisches Modell von Gesundheitswissen. Mit den empirischen Ergebnissen mehrerer Studien liegen Hinweise für gute Reliabilität, Validität und andere Testgütekriterien vor. Die Ergebnisse werden in den gesundheitswissenschaftlichen Diskurs eingeordnet und diskutiert.

Dieses Buch richtet sich an Leser, die sich mit Gesundheitswissen und -kompetenz befassen sowie an Leser, die sich mit der rationalen Entwicklung von (facettierten) Testverfahren und Fragebögen befassen.



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